Siemens Healthineers Aktie: Refinanzierung als Nagelprobe

Die geplante Abspaltung von Siemens bringt für Healthineers eine milliardenschwere Refinanzierungsaufgabe mit sich, während Währungseffekte und mögliche US-Zölle den Gewinn belasten.

Siemens Healthineers Aktie
Kurz & knapp:
  • Geplante Abspaltung von Siemens mit 30 Prozent Streubesitz
  • Refinanzierung von Darlehen in Höhe von 13,9 Milliarden Euro
  • Währungs- und Zollrisiken belasten das operative Ergebnis
  • Neues Point-of-Care-Gerät für Urinanalyse auf den Markt

Neues Produkt, bevorstehende Konzernabspaltung — und ein Kurs, der seit Jahresbeginn fast 20 Prozent verloren hat. Bei Siemens Healthineers überlagern strukturelle Belastungen derzeit die positiven Nachrichten.

Spin-off mit 13,9-Milliarden-Hürde

Die Siemens AG plant, einen 30-prozentigen Anteil an Siemens Healthineers direkt an ihre eigenen Aktionäre zu verteilen. Konkrete Details zu Struktur und Zeitplan sollen Anfang April folgen. Das Ziel: mehr Streubesitz, mehr operative Eigenständigkeit.

Mit der Eigenständigkeit kommt jedoch eine gewichtige Aufgabe. Das Unternehmen muss Siemens-gestützte Darlehen von bis zu 13,9 Milliarden Euro refinanzieren. Als Basis dafür verweist das Management auf das Investment-Grade-Rating von Moody’s. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen sowie der Zustimmung beider Hauptversammlungen.

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Währungsgegenwind und Zollrisiken

Das makroökonomische Umfeld belastet zusätzlich. Wechselkurseffekte belasten das EBIT im laufenden Geschäftsjahr nach Managementschätzung mit 200 bis 250 Millionen Euro. Mögliche US-Zölle könnten einen weiteren Effekt von bis zu 500 Millionen Euro hinzufügen. Analysten rechnen damit, dass sich beide Faktoren im zweiten Quartal noch verstärken.

Parallel dazu bringt Siemens Healthineers mit dem Atellica LumIQ Analyser ein tragbares Point-of-Care-Gerät für die Urinanalyse auf den Markt — gefertigt im britischen Sudbury, was angesichts laufender Zolldiskussionen ein strategisch günstiges Detail ist. Das System soll Kliniken ermöglichen, Diagnosen schneller und näher am Patienten zu stellen, und richtet sich unter anderem an den wachsenden Bedarf des britischen NHS nach dezentraler Diagnostik.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 35,68 Euro und damit knapp über ihrem 52-Wochen-Tief — rund 20 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Am 7. Mai legt das Unternehmen seinen Quartalsbericht vor. Im Mittelpunkt steht dann die Frage, ob sich das schwächelnde Chinageschäft stabilisiert hat und ob das Umsatzwachstumsziel von 5 bis 6 Prozent für das Gesamtjahr noch erreichbar ist.

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