Mitten in einer schwachen Kursphase schickt Siemens Healthineers sein Management auf Investoren-Tour durch London und Paris. Die Botschaft ist klar: Das Unternehmen will Vertrauen aufbauen — und das ausgerechnet in dem Moment, in dem ein tiefgreifender Eigentümerumbau bevorsteht.
Spin-off setzt neue Rahmenbedingungen
Das dominierende Gesprächsthema bei den Konferenzen dürfte der geplante Spin-off sein. Mutterkonzern Siemens AG will 30 Prozent seiner Beteiligung direkt an die eigenen Aktionäre verteilen und damit die Kontrollmehrheit abgeben. Healthineers würde künftig als eigenständiges Unternehmen agieren — ohne den Rückhalt des Konzerns im Hintergrund.
Die damit verbundenen Refinanzierungsaufgaben sind erheblich: Siemens-gestützte Darlehen von bis zu 13,9 Milliarden Euro müssen neu arrangiert werden. Das Unternehmen verweist dabei auf sein Investment-Grade-Rating von Moody’s als Grundlage für die angestrebte Eigenständigkeit. Konkrete Konditionen sollen Anfang des zweiten Quartals 2026 folgen.
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Zollrisiken und China belasten das laufende Jahr
Operativ lieferte das erste Quartal ein gemischtes Bild. Der Umsatz wuchs um 3,8 Prozent, getragen von der Bildgebungssparte und dem Krebstherapiegeschäft. Die Diagnostiksparte verlor hingegen 3,1 Prozent — strukturelle Probleme im chinesischen Markt machen sich bemerkbar. Für das zweite Quartal erwartet das Management ein Wachstum unterhalb der angestrebten 5 bis 6 Prozent, der China-Gegenwind soll anhalten.
Zusätzlich belasten US-Zölle das Geschäftsjahr 2026 mit einem erwarteten negativen Effekt von bis zu 500 Millionen Euro. Trotzdem hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose fest: vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro.
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Intern richtet Healthineers seine Berichterstattung neu aus — künftig in drei Segmente: Prävention, Therapie und Diagnostik. Das soll die unterschiedlichen Wachstumstreiber transparenter machen.
Die Aktie notiert aktuell knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund 17 Prozent verloren. Am 7. Mai legt das Unternehmen die Zahlen für das zweite Quartal vor — dann wird sich zeigen, wie belastbar die Jahresziele unter dem anhaltenden Zoll- und China-Druck tatsächlich sind.
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