Siemens Healthineers hat gestern für das Geschäftsjahr 2026 ein bereinigtes unverwässertes Ergebnis je Aktie von 2,42 € gemeldet. Die vorsichtige Prognose für das folgende Geschäftsjahr dürfte die Kursschwäche ausgelöst haben. Heute fällt die Aktie um 2,1%.
Wachstum mit Schwäche in der Diagnostik
Das vergleichbare Umsatzwachstum erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,0 %, die bereinigte EBIT-Marge lag bei 16,2 %. Das Unternehmen schlägt eine Dividende von 1,00 € je Aktie vor.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der vergleichbare Umsatz um 5,9 %. Die Diagnostiksparte verzeichnete dagegen einen Rückgang von 4,2 %.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Siemens Healthineers ein vergleichbares Umsatzwachstum von 4,0–5,0 %. Laut Reuters hatten Analysten mit 5,5 % gerechnet. Beim bereinigten unverwässerten Ergebnis je Aktie stellt das Unternehmen 2,20–2,40 € in Aussicht.
Analysten gewichten die Bilanz unterschiedlich
UBS bestätigte gestern die Einstufung „Neutral“ und das Kursziel von 38 €. Analyst Graham Doyle verwies laut dpa-AFX auf einen Konzernumsatz leicht über den Erwartungen, während das bereinigte EBIT die Erwartungen verfehlte.
JPMorgan bestätigte gestern dagegen „Overweight“ mit einem Kursziel von 57,40 €. Analyst David Adlington bezeichnete die starke Auftragslage als Höhepunkt des Quartalsberichts und wertete den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026/27 als konservativ.
Zur Abfederung erwarteter Belastungen aus Diagnostik-Ausgliederung, Trennung von Siemens und Neuausrichtung des Ultraschallgeschäfts plant das Unternehmen das Produktivitätsprogramm „Transform4 Future“. Es soll von 2028 bis 2030 laufen. Finanzvorstand Jochen Schmitz stellte laut Dow Jones zunächst keine Einzelmaßnahmen vor.
Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2026 ist laut Finanzkalender für den 25. November vorgesehen.
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