Operative Fortschritte in der Klinik, tiefe Risse im Aktienkurs – bei Siemens Healthineers klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit weit auseinander. Der Medizintechnikkonzern punktet mit neuen Studiendaten und baut seine digitale Plattform aus. An der Börse dominiert allerdings die Skepsis vor den anstehenden Quartalszahlen.
Die jüngsten klinischen Signale fallen positiv aus. Die FAST-III-Studie bestätigt die Sicherheit einer minimalinvasiven Methode zur Steuerung von Gefäßbehandlungen. Das stärkt das Segment der fortgeschrittenen Therapien, das künftig stärker als Wachstumsstütze dienen soll. Parallel dazu erweitert das Unternehmen seine digitale Infrastruktur um fünf neue Partner im Bereich Wundmanagement und KI-gestützte Diagnostik. Um die technologische Neuausrichtung zu beschleunigen, holte der Vorstand kürzlich den ehemaligen Google-Wissenschaftler Martin Stumpe als Chief Technology Officer an Bord.
Gegenwind aus China und den USA
Das Marktumfeld bremst die Euphorie drastisch. Bereits im ersten Quartal schrumpfte das bereinigte Ergebnis je Aktie um drei Prozent. Besonders der Diagnostikbereich leidet massiv unter der Anti-Korruptionskampagne in China, welche die dortigen Beschaffungsprozesse lähmt.
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Hinzu kommen erhebliche makroökonomische Belastungen. Neue US-Zölle dürften das operative Ergebnis im laufenden Jahr um rund 400 Millionen Euro schmälern. Negative Währungseffekte kosten voraussichtlich weitere dreistellige Millionenbeträge. Das Management hält dennoch an der Jahresprognose fest und peilt ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent an.
Abspaltung verzögert sich
Im Hintergrund arbeitet der Mutterkonzern Siemens an der strukturellen Entflechtung. Geplant ist, den aktuellen Anteil von knapp 67 Prozent deutlich zu senken. Ein Aktionärsvotum über die Maßnahme wird allerdings frühestens für 2027 erwartet. Bis dahin bleibt die Konzerngarantie für die milliardenschweren Schulden der Healthineers-Sparte bestehen.
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Die Hängepartie spiegelt sich im Kursverlauf wider. Aktuell notiert das Papier bei 36,32 Euro und damit gefährlich nah am Jahrestief. Seit Januar summiert sich der Verlust auf rund 18 Prozent. Technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index signalisieren mit einem Wert von 25,5 zwar ein stark überverkauftes Niveau. Eine Gegenbewegung lässt aber auf sich warten.
Am 7. Mai muss das Management nun liefern. Wenn Siemens Healthineers die Zahlen für das zweite Quartal präsentiert, achten Investoren nicht nur auf eine Stabilisierung im schwächelnden Diagnostikgeschäft. Sie fordern vor allem einen verlässlichen Zeitplan für den geplanten Spin-off.
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