Zwei Analysten, beide optimistisch — und trotzdem notiert die Aktie knapp über ihrem Jahrestief. Bei Siemens Healthineers klaffen Analystenmeinung und Kursrealität derzeit weit auseinander.
JPMorgan-Analyst David Adlington bekräftigte das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 61,30 Euro. Seine Begründung: Die Risiken seien im Kurs bereits eingepreist — auch nach den schwachen GE-Healthcare-Zahlen, die zuletzt die Stimmung für den gesamten Sektor belastet hatten. Kurzfristige Kurstreiber sieht Adlington allerdings kaum. Barclays Capital schließt sich der konstruktiven Haltung an, ebenfalls mit „Overweight“, allerdings mit dem deutlich niedrigeren Kursziel von 55 Euro.
China-Schwäche drückt auf die Zahlen
Der Pessimismus der Märkte hat handfeste Gründe. Im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz zwar um 3,8 Prozent, das bereinigte Ergebnis je Aktie sank jedoch auf 0,49 Euro — ein Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Hauptbelastungsfaktor: die Diagnostiksparte leidet unter einer Anti-Korruptionskampagne in China, die Beschaffungsprozesse zentralisiert und das Geschäft spürbar bremst.
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Für das zweite Quartal erwarten Analysten weiteren Druck. Das Ergebnis je Aktie dürfte auf 0,51 Euro fallen, nach 0,56 Euro im Vorjahr, der Umsatz bei rund 5,9 Milliarden Euro stagnieren. Ob das Jahresziel eines Umsatzwachstums von 5 bis 6 Prozent noch erreichbar ist, bleibt offen.
Spin-off vertagt, Bewertungsstütze entfällt
Neben dem operativen Gegenwind belastet die verschobene Konzernabspaltung. Siemens hält rund 67 Prozent an Healthineers und will seinen Aktionären 30 Prozent der Anteile direkt zukommen lassen. Eine Umsetzung noch 2026 galt zeitweise als Option — nun soll die Hauptversammlung erst im Februar 2027 über den Spin-off abstimmen. Regulatorische Fragen sind noch ungeklärt. Die Verschiebung nimmt dem Papier eine kurzfristige Bewertungsstütze.
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Die Aktie spiegelt diese Gemengelage wider: Mit einem Minus von rund 22 Prozent seit Jahresbeginn und einem RSI von 28,6 bewegt sich das Papier im überverkauften Bereich — nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 33,80 Euro. Selbst das konservativere Kursziel von Barclays liegt noch rund 60 Prozent über dem aktuellen Kurs von 34,46 Euro.
Am 7. Mai 2026 legt Siemens Healthineers die Q2-Zahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das China-Geschäft erste Stabilisierungszeichen liefert — und ob das Management die Jahresprognose verteidigen kann oder nach unten korrigieren muss.
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