Seit Jahresbeginn hinkt die Siemens-Aktie vielen Wettbewerbern hinterher. Sorgen um zyklische Risiken und den Konzernumbau bremsten den Kurs. Analysten werten diesen Rückstand nun als unbegründet. Das US-Analysehaus Bernstein Research sieht erhebliches Aufwärtspotenzial für den Technologiekonzern.
Marktsorgen sind eingepreist
Analyst Alasdair Leslie belässt die Einstufung auf „Outperform“. Er hebt das Kursziel von 290 auf glatte 300 Euro an. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht das einem Kurspotenzial von knapp einem Viertel.
Bisher fürchtete der Markt die Folgen künstlicher Intelligenz auf das Softwaregeschäft. Auch die wachsende Komplexität des Unternehmens schreckte ab. Laut Leslie sind diese Faktoren mittlerweile vollständig eingepreist. Er rechnet in den nächsten Monaten mit einer dynamischen Auftragsentwicklung. Die Folge: Die Aktie steht vor einer Neubewertung.
KI-Infrastruktur als Treiber
Operative Fortschritte stützen diese optimistische Haltung. Siemens weitet die Zusammenarbeit mit dem Chipfertiger TSMC massiv aus. Das gaben die Münchener vergangene Woche bekannt. Ziel ist eine KI-gestützte Automatisierung im Design-Workflow von Halbleitern.
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Dafür hat TSMC die Software-Werkzeuge von Siemens für seine modernsten Fertigungsprozesse zertifiziert. Chip-Entwickler arbeiten dadurch deutlich schneller und präziser. Siemens positioniert sich mit diesem Schritt als zentraler Zulieferer für die globale KI-Infrastruktur.
Rückenwind aus dem Sektor
Flankiert wird die Entwicklung von positiven Signalen aus dem eigenen Umfeld. Die Konzerntochter Siemens Energy hob kürzlich ihre Jahresprognose an. Das Management erwartet nun ein Umsatzwachstum im mittleren Zehnerprozentbereich. Diese starke Nachfrage nach Netztechnik hellt die allgemeine Branchenstimmung auf.
Der Fokus liegt nun auf den kommenden Investitionszyklen in der Industrieautomation. Bernstein Research identifiziert hier klare Katalysatoren für das Kerngeschäft. Fortschritte bei der industriellen Digitalisierung und Aufträge aus dem Verteidigungssektor dürften das Wachstum stützen. Geopolitische Risiken bleiben bestehen, bremsen das operative Momentum laut den Analysten aber vorerst nicht.
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