Sierra Madre Gold and Silver steckt in einer tiefen Krise an der Börse. Der Kurs markierte am Mittwoch ein neues Sechsmonatstief. Die Euphorie über den Start der kommerziellen Produktion weicht der Sorge um hohe Betriebskosten.

Kostenbelastung bremst Expansion

Der Übergang vom Explorer zum Produzenten erweist sich als kostspielig. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 10,1 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 2,8 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu erreichte der operative Cashflow einen Wert von 3,5 Millionen US-Dollar. Trotz dieser Erlöse blicken Investoren skeptisch auf die operative Marge. Die Cash-Kosten beliefen sich zuletzt auf 42,55 US-Dollar pro Unze Silber-Äquivalent. Dieser Wert verdeutlicht die finanziellen Lasten während der aktuellen Hochlaufphase in Mexiko. Das Unternehmen muss zeigen, dass es die Produktion rentabel skalieren kann.

Fokus auf La Guitarra

Im Zentrum der operativen Pläne steht der Minenkomplex La Guitarra. Sierra Madre plant, die tägliche Verarbeitungskapazität bis Mitte 2026 auf bis zu 800 Tonnen zu steigern. Das Management verspricht sich davon eine deutliche Skalierung des Geschäftsmodells auf dem Weg zum mittelgroßen Silberproduzenten.

Hinzu kommt die Integration der neu erworbenen Del-Toro-Silbermine. Dort bereitet das Unternehmen ein Bohrprogramm über 30.000 Meter vor. Ziel ist die deutliche Erweiterung der bekannten Ressourcen. Eine zweite Ausbaustufe bei La Guitarra ist erst für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Technische Lage spitzt sich zu

Der heftige Abverkauf drückte den Titel deutlich unter seine langfristigen Durchschnittswerte. Während der 200-Tage-Schnitt bei 1,05 Euro liegt, notiert die Aktie nun weit darunter.

Immerhin signalisiert der Relative-Stärke-Index mit einem Wert von 31,1 eine überverkaufte Situation. Konträre Investoren hoffen hier auf eine Stabilisierung nach dem anhaltenden Verkaufsdruck.

Die weitere Kursentwicklung hängt maßgeblich von der Bestätigung der ersten Expansionsphase ab. Anleger blicken nun gespannt auf die kommenden Daten zur Kosteneffizienz in Mexiko. Mit einem Schlusskurs von 0,7250 Euro am Mittwoch bleibt das Papier technisch stark angeschlagen.