Silber: 10,37 Prozent Wochenverlust nach Jobs-Bericht

Starke US-Arbeitsmarktdaten lösen massiven Silber-Ausverkauf aus. Der Preis fällt unter 68 Dollar, während Zinsängste den Markt belasten.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Silber verliert über acht Prozent
  • US-Jobdaten übertreffen Erwartungen
  • Zinsangst und starker Dollar drücken
  • Chartunterstützung bei 65 Dollar

Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat den Silberpreis am Freitag tief in die roten Zahlen gedrückt. Mit einem Tagesverlust von 8,32 Prozent erlebten Anleger einen massiven Ausverkauf. Plötzlich rücken steigende US-Renditen und ein festerer Dollar wieder in den Fokus. Silber startet mit schweren Hypotheken in die neue Handelswoche.

Zinsangst drückt den Kurs

Auslöser des Preissturzes war das Bureau of Labor Statistics. Die US-Behörde meldete für Mai 172.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. Diese Zahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich.

Die Folge: Marktteilnehmer rechnen nun mit einer länger straffen Geldpolitik der US-Notenbank. Höhere Renditen machen zinslose Edelmetalle sofort unattraktiver. Ein starker Dollar verteuert Rohstoffe für Käufer aus anderen Währungsräumen.

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Der Schlusskurs rutschte am Freitag auf 67,96 US-Dollar ab. Auf Wochensicht summiert sich das Minus damit auf 10,37 Prozent. Der Abstand zur 50-Tage-Linie bei 76,37 US-Dollar wächst rasant. Das Edelmetall notiert nun deutlich unter diesem wichtigen Trendindikator.

Charttechnik und physischer Markt

Nach dem Rücksetzer schauen Händler nun auf markante Zonen im Chart. Auf der Unterseite bietet der Bereich um 65 US-Dollar eine wichtige Unterstützung. Bricht diese Marke, drohen weitere Abgaben. Auf dem Weg nach oben blockiert die Hürde bei 72 US-Dollar eine schnelle Erholung.

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Abseits der Charttechnik bleibt das fundamentale Bild angespannt. Das Silver Institute rechnet für 2026 mit dem sechsten Marktdefizit in Folge. Es fehlen voraussichtlich rund 46 Millionen Unzen. Parallel dazu sinkt die globale Minenproduktion leicht auf 844 Millionen Unzen.

Silber steht damit zwischen zwei extremen Kräften. Kurzfristiger Makrodruck trifft auf ein strukturell begrenztes Angebot.

Für den Wochenstart geben US-Renditen und der Dollar-Index den Takt vor. Der Markt muss den Arbeitsmarktbericht erst vollständig verarbeiten. Hält die Unterstützung bei 65 US-Dollar, kann Silber eine Bodenbildung starten. Fällt der Preis darunter, beschleunigen Positionsanpassungen im Futures-Markt den Abwärtstrend.

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Dr. Robert Sasse: Ökonom, Unternehmer, Finanzexperte

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom, erfahrener Unternehmer und anerkannter Experte für Finanzmärkte. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Analyse von Aktienmärkten und wirtschaftlichen Zusammenhängen verbindet er wissenschaftliche Fundierung mit unternehmerischer Praxis. Er unterstützt Anleger, die langfristigen Vermögensaufbau und finanzielle Unabhängigkeit durch fundierte Strategien anstreben.

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Dr. Sasses Laufbahn ist geprägt von akademischer Exzellenz und praktischer Marktkenntnis. Er promovierte in Wirtschaftswissenschaften und hält einen Master of Science in Marketing und Sales sowie einen Abschluss als Betriebswirt. Bereits während und nach dem Studium sammelte er in renommierten Analystenhäusern und Unternehmen tiefgreifende Erfahrungen in der Bewertung von Aktien und Fonds.

Als Gründer und Geschäftsführer der YES Investmedia GmbH ist er unternehmerisch im Bereich der Finanzpublikationen tätig. Seine Expertise umfasst die Analyse komplexer wirtschaftlicher Themen wie demographischer Wandel oder globaler Markttrends sowie deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Durch seine langjährige Tätigkeit hat er sich als Autor zahlreicher Analysen und Kommentare zu wirtschaftlichen und börsenrelevanten Themen etabliert.

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