Nach einem spektakulären Höhenflug auf über 54 Dollar je Unze crashte Silber dramatisch um mehr als 10 Prozent. Das weiße Edelmetall notiert aktuell bei etwa 48,59 Dollar – ein brutaler Einbruch, der eine beeindruckende Rallye seit dem Labor Day beendete.

Vom Rekord in den freien Fall

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von Höchstständen oberhalb von 54 Dollar am 17. Oktober stürzte Silber in die Spanne von 48-49 Dollar ab. Diese drastische Korrektur vernichtete binnen weniger Tage Gewinne von über 10 Prozent und beendete wochenlange kontinuierliche Kursanstiege.

Die aktuelle Handelswoche zeigt das ganze Ausmaß der Verwüstung: Silber verzeichnet einen Wochenverlust von etwa sechs Prozent. Am 24. Oktober fiel der Preis um weitere 0,67 Prozent auf 48,59 Dollar.

Perfekter Sturm trifft Edelmetall

Mehrere Faktoren heizten den Ausverkauf an:

• Massive Gewinnmitnahmen nach dem rasanten Anstieg
• Überkaufte Marktsituation – Analysten sahen Silber in überdehnter Position
• Stärkerer US-Dollar macht dollarnotierte Rohstoffe teurer
• Entspannung der Handelsspannungen reduziert Nachfrage nach sicheren Häfen

Trendwende oder gesunde Korrektur?

Trotz des brutalen Einbruchs liegt Silber noch immer 44,19 Prozent über dem Vorjahresniveau. Diese beeindruckende Jahresperformance unterstreicht die fundamentale Stärke, auch wenn die aktuelle Korrektur schmerzhaft ausfällt.

Die strukturellen Treiber bleiben intakt: Steigende industrielle Nachfrage aus der Solarbranche, wachsender Bedarf für Elektrofahrzeuge und knapper werdende Lagerbestände in London und Shanghai.

Entscheidend wird die 48-Dollar-Marke: Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte eine weitere Schwächephase einleiten. Gelingt hingegen die Rückeroberung der 50-Dollar-Schwelle, wäre dies ein starkes Signal für eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends.