Silber Preis: 74,54 Dollar nach Warsh-Anhörung

Silber fällt um vier Prozent auf 74,54 Dollar. Fed-Bestätigungsstreit und Hormuz-Blockade treiben die Zinsunsicherheit.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Silberkurs fällt auf 74,54 Dollar
  • Fed-Kandidat Warsh sorgt für Unsicherheit
  • Hormuz-Blockade treibt Ölpreise
  • Fünftes Defizitjahr in Folge erwartet

Silber kostet derzeit 74,54 US-Dollar je Feinunze — rund vier Prozent weniger als am Vortag. Zwei Entwicklungen überlagern sich: ein blockiertes Bestätigungsverfahren für den künftigen Fed-Chef und eine eskalierende Sperre an der Straße von Hormuz.

Warsh und die Fed-Unsicherheit

Kevin Warsh, Kandidat für den Vorsitz der US-Notenbank, hat vor dem Bankenausschuss des Senats für Aufsehen gesorgt. Er erklärte, die Fed habe ihre Glaubwürdigkeit verloren — und forderte einen „Regimewechsel“. Sein Programm: strengere Inflationsbekämpfung, weniger Abhängigkeit von Anleihekäufen und Forward Guidance.

Für Edelmetallmärkte bedeutet das vor allem eines: mehr Unsicherheit über den Zinspfad.

Seine Bestätigung ist allerdings keineswegs sicher. Der republikanische Senator Thom Tillis kündigte an, die Abstimmung zu blockieren. Er fordert, das Justizministerium müsse seine Ermittlungen gegen Jerome Powell einstellen. Ohne Tillis fehlt den Republikanern die nötige Mehrheit. Alle Demokraten stimmen voraussichtlich dagegen.

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Hormuz verschärft den Inflationsdruck

Die Blockade der Straße von Hormuz hält an. Teheran schränkt den internationalen Schiffsverkehr weiterhin massiv ein und soll diese Woche auf Handelsschiffe geschossen haben. Die USA blockieren iranische Häfen.

Steigende Ölpreise verankern die Inflationserwartungen. Die Märkte preisen bis 2026 keine Zinssenkungen mehr ein — zuvor hatten sie mindestens zwei erwartet. Für nicht verzinsliche Metalle wie Silber ist das ein direkter Gegenwind.

Starke Erholung, nun teilweise aufgezehrt

Die Gold-Silber-Ratio stieg auf 63,03, nach 60,99 am Mittwoch. Das zeigt: Gold hält sich besser. Seit Jahresbeginn liegt Silber noch rund fünf Prozent im Plus.

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Vom Tief um den 23. März hatte sich Silber bis auf knapp 80 US-Dollar erholt — ein Anstieg von 31 Prozent, der Gold übertraf. Die aktuelle Korrektur frisst nun einen Teil davon auf.

Strukturelles Defizit bleibt

Das fundamentale Bild bleibt angespannt. Der Silbermarkt steuert auf sein fünftes Defizitjahr in Folge zu. Von 2021 bis 2026 summiert sich das Angebotsdefizit auf rund 820 Millionen Unzen.

Die Nachfrage aus KI-Infrastruktur, Elektroautos und Stromnetzen läuft weiterhin stark. Barren und Münzen sollen 2026 sogar 18 Prozent mehr Silber absorbieren als im Vorjahr. Gegenläufig wirken hohe Preise: Bei Schmuck und Silberwaren rechnen Analysten mit einem zweistelligen Nachfragerückgang.

Kurzfristig entscheiden die PMI-Daten und die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung über die nächste Richtung — sofern die Lage im Persischen Golf keine neue Eskalation liefert.

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