Der Silberpreis klettert über 76 Dollar je Unze und profitiert von geopolitischen Entspannungssignalen. Im Hintergrund braut sich allerdings ein struktureller Wandel zusammen. Die britische Großbank HSBC warnt vor einer spürbaren Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte.
Aktuell stützen Hoffnungen auf eine baldige Beilegung des US-Iran-Konflikts die Notierungen. Berichte über einen nahenden Deal drücken die Ölpreise und lindern die Inflationssorgen. Die US-Notenbank Fed könnte die Zinsen im restlichen Jahresverlauf unverändert lassen. Händler preisen lediglich für Dezember eine hälftige Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt ein.
Schwindendes Angebotsdefizit
Das chronische Angebotsdefizit galt lange als stärkstes Argument der Silber-Bullen. Genau hier erwartet HSBC nun eine spürbare Entspannung. Das globale Marktdefizit soll sich im laufenden Jahr fast halbieren und auf 73 Millionen Unzen sinken. Für 2027 projiziert die Bank einen weiteren drastischen Rückgang.
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Chef-Edelmetallanalyst James Steel zieht daraus klare Schlüsse. Moderierende Defizite reichen nicht aus, um die Kurse über längere Zeiträume nach oben zu treiben. Die Bank rechnet für 2026 mit einem Durchschnittspreis von 75 Dollar je Feinunze, bevor die Notierungen im Folgejahr auf 68 Dollar abrutschen dürften.
Industrie sucht nach Alternativen
Auf der Nachfrageseite bremst die Industrie. Hersteller versuchen angesichts des hohen Preisniveaus zunehmend, den Silbereinsatz zu reduzieren. Besonders deutlich zeigt sich das im Fotovoltaiksektor, wo Branchenexperten mit einem Nachfrageeinbruch von rund einem Fünftel gegenüber dem Vorjahr rechnen.
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Parallel dazu wachsen jedoch neue Abnehmermärkte heran. Die rasante Expansion von KI-Rechenzentren und 5G-Infrastruktur erfordert enorme Mengen des Edelmetalls. Silber bietet die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit aller bekannten Metalle. Es kühlt und verbindet die leistungsstarken Systeme, die moderne KI-Chips antreiben.
Recycling-Boom stützt das Angebot
Die Angebotsseite reagiert derweil auf die historisch lukrativen Preise. Die weltweite Silberproduktion soll in diesem Jahr moderat zulegen und ein neues Dekadenhoch erreichen. Einen maßgeblichen Beitrag leistet das Recycling. Erstmals seit 2012 dürfte das Volumen aus wiederverwertetem Schrott die Marke von 200 Millionen Unzen durchbrechen.
Trotz der Ausweitung beim Angebot bleibt der Markt im sechsten Jahr in Folge unterversorgt. Um die Lücke zu schließen, muss die Industrie weiterhin auf oberirdische Lagerbestände zurückgreifen. J.P. Morgan Global Research hält genau dieses strukturelle Fundament für robust. Die Investmentbank rechnet für 2026 mit einem Durchschnittspreis von 81 Dollar je Unze – angetrieben von anhaltenden physischen Engpässen und Unsicherheiten rund um globale Zollregelungen.
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