Der Silberpreis schloss die vergangene Handelswoche bei 76,34 US-Dollar je Feinunze – ein leichter Rückgang von 0,50 Prozent am Freitag. Die sieben Tage brachten ein Minus von 1,55 Prozent, seit Jahresbeginn notiert das Edelmetall aber immerhin 5,65 Prozent im Plus. Im Mittelpunkt der Märkte steht nun ein neuer Mann im wichtigsten geldpolitischen Amt der Welt.
Kevin Warsh übernimmt das Ruder
Am 22. Mai wurde Kevin Warsh offiziell als neuer Vorsitzender der US-Notenbank vereidigt – einstimmig gewählt vom Federal Open Market Committee. Er übernimmt zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflation mit 3,8 Prozent im April noch deutlich über der Zielmarke von 2,0 Prozent liegt. Warsh, der in der Vergangenheit zinssenkungsfreundlich argumentierte, steht vor einem Dilemma: Fed-Gouverneur Christopher Waller sprach sich am Freitag dafür aus, eine „Lockerungs-Bias“ aus der Erklärung zu streichen, und schloss Zinserhöhungen nicht aus, falls die Inflation nicht bald nachlässt.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 4,56 Prozent – ein tendenziell schwieriges Umfeld für zinslose Assets wie Silber.
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Sechstes Angebotsdefizit in Folge
Die fundamentale Basis bleibt gleichzeitig intakt. Prognosen zufolge verzeichnet der Silbermarkt 2026 das sechste strukturelle Angebotsdefizit in Folge. Hohe industrielle Nachfrage treibt den Verbrauch – insbesondere aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Elektrofahrzeuge und 5G-Infrastruktur, die auf Silbers exzellente Leitfähigkeit angewiesen sind.
Ein ambivalentes Bild zeigt der Photovoltaik-Sektor. Hier dürfte der Silberverbrauch 2026 sinken. Steigende Preise und technologische Fortschritte treiben Hersteller zu Einsparungen oder zum Umstieg auf Kupfer-Alternativen. Der Nachfrageanstieg aus neuen Segmenten muss den Rückgang in der Solarenergie erst einmal ausgleichen.
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Technisch konsolidiert Silber. Die Unterstützung liegt im Bereich von 74,00 Dollar, darunter bei 72,39 und psychologisch relevanten 70,00 Dollar. Auf der Oberseite könnten ein Ausbruch über 80,68 Dollar oder die Zone um 85,00 Dollar neues Aufwärtsmomentum entfachen. Der RSI von 58,9 signalisiert neutralen Raum.
PCE-Daten als Richtungsentscheid
Der wichtigste Termin der Woche: die US-PCE-Daten am Donnerstag, den 28. Mai. Als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed dürften sie entscheidende Hinweise auf den geldpolitischen Kurs unter Warsh geben. Ebenfalls am Donnerstag erscheinen die vorläufigen BIP-Zahlen für das erste Quartal und die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter.
Die Kombination aus neuer Fed-Spitze, hartnäckiger Inflation und fundamentalem Angebotsdefizit macht die kommenden Tage richtungsweisend für den Silberpreis.
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