Silber Preis: UBS halbiert Angebotsdefizit auf 70 Millionen Unzen

Analysten der UBS senken ihre Prognose für das Silber-Angebotsdefizit drastisch, der Preis fällt um über neun Prozent.

Silber Preis Aktie
Kurz & knapp:
  • Silberpreis fällt um über neun Prozent
  • UBS kappt Angebotsdefizit-Prognose radikal
  • Schwache Nachfrage aus Photovoltaik und Schmuck
  • Asiatische Importe bleiben auf Rekordniveau

Silber-Bullen erleben einen harten Realitätscheck. Ein einzelner Analystenbericht hat den bisherigen Optimismus am Markt schwer erschüttert. Die Folge: Der Silberpreis stürzte am Freitag um über neun Prozent ab und schloss bei 77,55 US-Dollar je Feinunze.

Prognose drastisch gekappt

Die UBS bewertete den Markt fundamental neu und löste damit den Ausverkauf aus. Die Analysten der Schweizer Großbank strichen ihre Schätzung für das globale Angebotsdefizit im Jahr 2026 radikal zusammen. Statt der bisher erwarteten 300 Millionen Unzen gehen sie nun von maximal 70 Millionen Unzen aus. Damit entfällt ein zentrales Argument für steigende Kurse.

Die Bank begründet diesen Schritt mit einer schwächelnden Nachfrage. Hohe Preise bremsen den Absatz in der Photovoltaik-Industrie sowie bei Schmuck und Silberwaren. Parallel dazu schrumpften die bekannten ETF-Bestände um fast 70 Millionen Unzen. Die UBS senkte deshalb auch ihre Prognose für die Investitionsnachfrage deutlich.

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Asien sendet andere Signale

Andere Marktbeobachter teilen diesen Pessimismus nicht. Die Citigroup hält für das zweite Halbjahr an einem Kursziel von 110 US-Dollar fest. Die Bank of America erwartet im Jahresdurchschnitt knapp 86 US-Dollar.

Rückhalt für diese optimistischen Einschätzungen kommt aus Asien. China importierte im Frühjahr gewaltige Mengen. Allein im März 2026 kletterten die Einfuhren auf rund 836 Tonnen. Dieser Wert markiert einen der höchsten Stände seit Daten erhoben werden. Die physische Nachfrage im asiatischen Raum bleibt demnach robust.

Blick auf die Notenbank

Neben den fundamentalen Daten rückt nun das makroökonomische Umfeld in den Fokus. Ein starker US-Dollar und steigende Anleiherenditen wirken derzeit als Gegenwind für Edelmetalle. Am 20. Mai veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr aktuelles Sitzungsprotokoll. Marktteilnehmer erhoffen sich daraus konkrete Hinweise auf den weiteren Zinskurs. Fallen diese restriktiv aus, droht dem Silberpreis weiterer Druck.

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Über Dieter Jaworski 4186 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

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