Siltronic Aktie: Jefferies vs. Bank of America bei 103 vs. 33 Euro

Der Waferhersteller Siltronic verzeichnet ein Mehrjahreshoch, steht aber vor Analysten-Skepsis und operativen Herausforderungen im ersten Quartal.

Siltronic Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht höchsten Stand seit 2022
  • Analysten uneins über Kursentwicklung
  • Umsatzrückgang im ersten Quartal
  • Jahresprognose trotz Schwäche bestätigt

Siltronic erlebt turbulente Tage an der Börse. Nach einem mehrjährigen Hoch am vergangenen Freitag korrigiert die Aktie des Waferherstellers nun spürbar. Während die Anteilseigner auf der Hauptversammlung den Kurs der Führung bestätigten, klaffen die Erwartungen der Analysten so weit auseinander wie selten zuvor.

Kurshoch trifft auf Verkaufsdruck

Am vergangenen Freitag markierte das Papier mit 99 Euro den höchsten Stand seit 2022. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus trotz der jüngsten Abgaben auf knapp 73 Prozent. Am heutigen Dienstag verlor der Kurs jedoch deutlich an Boden und notierte am Nachmittag mit einem Minus von 7,45 Prozent bei 88,25 Euro.

Dieser Rücksetzer folgt auf eine Phase hoher Dynamik. Die Aktionäre stimmten am 8. Mai sämtlichen Beschlussvorlagen der Verwaltung mit großer Mehrheit zu. Damit genießt der Vorstand volles Vertrauen für seine Strategie, die verstärkt auf das Wachstum im Bereich der Künstlichen Intelligenz setzt.

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Ein Markt, zwei Welten

Die Einschätzungen der Banken zeichnen ein widersprüchliches Bild der Zukunft. Das Analysehaus Jefferies hob das Kursziel jüngst auf 103 Euro an und sieht weiteres Potenzial. Die Experten verweisen dabei auf die erwartete Markterholung und halten an ihrer Kaufempfehlung fest.

Ganz anders bewertet die Bank of America die Lage. Mit einem Kursziel von nur 33 Euro signalisiert das Institut ein massives Korrekturrisiko. Auch Oddo BHF zeigte sich skeptisch und senkte die Einstufung auf „Underperform“, nachdem die Aktie ein früheres Ziel erreicht hatte.

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Operative Schwäche im ersten Quartal

Die fundamentalen Daten für das erste Quartal 2026 liefern Argumente für beide Lager. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorquartal um 17,5 Prozent auf 306,5 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge ging parallel dazu von 23,3 auf 21,2 Prozent zurück.

Trotz dieser Delle hält das Unternehmen an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Der Vorstand erwartet eine operative Marge zwischen 20 und 24 Prozent. Während die Nachfrage nach KI-Chips boomt, dämpfen hohe Lagerbestände bei älteren 200-mm-Wafern weiterhin die Profitabilität.

Die Bestätigung der Jahresprognose und der Rückhalt durch die Hauptversammlung am 8. Mai bilden ein solides Fundament. Ob die Aktie ihren langfristigen Aufwärtstrend fortsetzt, hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell die Überkapazitäten im Standardgeschäft abgebaut werden können.

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