Der Wafer-Hersteller Siltronic hat heute seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt — und die fielen, wie bereits angedeutet, schwach aus. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um knapp 40 Prozent auf 306,5 Millionen Euro ein. Analysten hatten immerhin rund 314 Millionen Euro erwartet.
KI-Boom hilft nur bedingt
Das Bild ist gespalten: Auf der einen Seite zieht das Geschäft mit KI-getriebenen Speicherchips spürbar an. Auf der anderen Seite bremsen volle Lagerbestände bei Kunden aus dem Power-Segment sowie anhaltend träge Nachfrage im 200-mm-Bereich. CEO Michael Heckmeier sprach von einem „verhalten“ gestarteten Geschäftsjahr — und genau das spiegeln die Zahlen wider.
Das EBITDA sank um gut 13 Prozent auf 65,1 Millionen Euro, die entsprechende Marge gab von 22,6 auf 21,2 Prozent nach. Unter dem Strich stand ein Periodenverlust von fast 67 Millionen Euro — nach einem kleinen Plus von 4,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber: deutlich gestiegene Abschreibungen, die allein im Quartal 117,5 Millionen Euro betrugen.
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Cashflow unter Druck, Schulden gestiegen
Der freie Cashflow rutschte mit minus 89,2 Millionen Euro tief ins Negative. Im Schlussquartal 2025 hatte er noch bei plus 91,3 Millionen gelegen. Die Nettofinanzverschuldung kletterte damit zum 31. März 2026 auf 935,5 Millionen Euro — ein Anstieg von knapp 100 Millionen Euro gegenüber dem Jahresende 2025. Siltronic verweist darauf, dass im zweiten Halbjahr eine Entspannung erwartet wird.
Der Vorstand bestätigte die Jahresziele: Beim Umsatz rechnet das Unternehmen auf vergleichbarer Basis mit einem Niveau nahe dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge soll zwischen 20 und 24 Prozent liegen — 2025 hatte sie bei 23,5 Prozent gelegen. Zusätzlicher Gegenwind kommt vom schwächeren Dollar sowie der erstmals ganzjährig wirksamen Schließung der Fertigungslinie für kleinere Wafer-Durchmesser in Burghausen.
Wer auf eine Überraschung nach oben gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Jahresziele stehen, aber der Spielraum nach oben bleibt vorerst eng.
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