Siltronic hat heute die finalen Zahlen für 2025 vorgelegt – und die hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 77,9 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 67,2 Millionen Euro im Vorjahr. Die Konsequenz: Keine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr. Zum Vergleich: 2024 hatten Aktionäre noch 20 Cent je Aktie erhalten.
Drei Faktoren drücken auf das Ergebnis
Der Umsatz sank 2025 um 4,7 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Drei Faktoren zogen dabei besonders stark: der schwache US-Dollar, anhaltender Preisdruck außerhalb der Langfristverträge sowie erhöhte Lagerbestände bei Kunden im 200-Millimeter-Segment. Hinzu kam die Schließung der sogenannten SD-Produktionslinie in Burghausen, die allein rund ein Drittel des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr ausmachte.
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Das operative Ergebnis (EBIT) rutschte tief ins Minus: von plus 125,2 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 26,4 Millionen Euro. Haupttreiber waren neben dem gesunkenen EBITDA – das mit 316,9 Millionen Euro und einer Marge von 23,5 Prozent noch vergleichsweise solide ausfiel – deutlich gestiegene Abschreibungen von 343,3 Millionen Euro. Auslöser dafür ist die neue Fabrik in Singapur, für die seit August 2025 planmäßig abgeschrieben wird.
2026 wird nicht einfacher
Der Ausblick auf das laufende Jahr bietet wenig Grund zur Erleichterung. Auf Basis eines unterstellten EUR/USD-Kurses von 1,18 erwartet das Unternehmen einen weiteren Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bereinigt um Währungs- und SD-Effekte würde der Umsatz zwar in etwa auf Vorjahresniveau liegen – doch dieser Vergleich tröstet nur bedingt.
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Noch belastender: Die planmäßigen Abschreibungen werden 2026 auf 490 bis 520 Millionen Euro ansteigen. Das EBIT dürfte damit deutlich unter dem ohnehin schon negativen Vorjahreswert von minus 26 Millionen Euro liegen. Der Netto-Cashflow soll in der Größenordnung von minus 85 Millionen Euro verharren. Immerhin will das Unternehmen die Investitionsausgaben von 369 Millionen Euro auf 180 bis 220 Millionen Euro mehr als halbieren – ein klares Signal der Kostendisziplin in einer Phase, in der jeder Euro zählt.
Als strukturellen Lichtblick verweist das Management auf die wachsende KI-Nachfrage, die zunehmend auf 300-Millimeter-Wafer entfällt. Ob dieser Rückenwind reicht, um die Belastungen durch Wechselkurse, Preisdruck und hohe Lagerbestände im Power-Segment zu kompensieren, wird sich im Jahresverlauf zeigen – das erste Quartal 2026 soll laut Unternehmensangaben bereits unterdurchschnittlich ausfallen.
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