Der Waferhersteller Siltronic drückt heute auf die Bremse – und wie. Die Aktie sackte um knapp 10 Prozent auf 52,15 Euro ab, nachdem das Unternehmen seine Prognose für 2026 vorgelegt hat. Die Botschaft ist eindeutig: Das laufende Jahr wird noch schwieriger als 2025.
Dabei hatte die Aktie zuletzt wieder etwas Boden gutgemacht. Doch die Erholung der vergangenen Handelstage ist nun weitgehend Geschichte. Charttechnisch hat sich das Bild wieder eingetrübt – die Aktie rutschte unter die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend markiert. Immerhin: Bei 51 Euro verlaufen mittelfristige Unterstützungen.
Umsatz und Gewinn unter Druck
Konkret rechnet Siltronic für 2026 mit einem Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. 2025 hatte das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen 1,347 Milliarden Euro umgesetzt – bereits 4,7 Prozent weniger als 2024. Beim operativen Ergebnis wird es noch unangenehmer: Das EBIT soll deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. 2025 hatte Siltronic einen EBIT-Verlust von 26 Millionen Euro eingefahren.
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Die EBITDA-Marge soll 2026 zwischen 20 und 24 Prozent liegen. Im Vorjahr erreichte sie 23,3 Prozent – die neue Bandbreite lässt also auch nach unten Spielraum. Für zusätzlichen Druck sorgen steigende planmäßige Abschreibungen: Sie sollen auf 490 bis 520 Millionen Euro klettern, eine Folge der zuletzt getätigten Investitionen ins 300-mm-Geschäft.
Dollar-Schwäche und Preisdruck belasten
Was sind die Gründe für die trübe Aussicht? Siltronic nennt mehrere Faktoren: Die anhaltende Schwäche des US-Dollar gegenüber dem Euro belastet die Erlöse. Dazu kommt eine rückläufige Nachfrage nach 200-mm-Wafern. Außerhalb von Langfristverträgen herrscht zudem anhaltender Preisdruck. Und schließlich wirkt sich erstmals für ein vollständiges Jahr die Schließung der SD-Linie in Burghausen aus – dort wurden epitaxierte und polierte Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 150 mm gefertigt.
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Für seine Prognose geht Siltronic von einem Wechselkurs von 1,18 Dollar je Euro aus. Immerhin: Die Investitionen sollen signifikant sinken, auf 180 bis 220 Millionen Euro. Der Netto-Cashflow soll in etwa auf Vorjahresniveau bleiben. Die endgültigen Zahlen für 2025 will das im SDAX und TecDAX notierte Unternehmen am 12. März vorlegen.
Die Anleger zeigen sich von den Aussichten wenig begeistert. Der heutige Kursrutsch macht deutlich: Die Hoffnung auf eine baldige Trendwende schwindet. Siltronic bleibt in schwierigem Fahrwasser.
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