Simon Property Aktie: Spektakulärer Rekord-Gewinn

Der Immobilienkonzern Simon Property meldet einen spektakulären Quartalsgewinn und erhöht die Dividende, sieht sich aber auch mit Risiken durch Zölle und Insolvenzen konfrontiert.

Simon Property Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsgewinn übertrifft Prognose um mehr als 400%
  • Dividende wird um 4,8 Prozent angehoben
  • Vermietungsquote bei robusten 96,4 Prozent
  • Ausblick für 2026 bleibt vorsichtig optimistisch

Die Shopping-Mall-Betreiber Simon Property hat am 2. Februar 2026 Quartalszahlen vorgelegt, die selbst optimistische Anleger überrascht haben dürften. Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 9,35 US-Dollar – ein Wert, der die Analystenprognose von 1,84 US-Dollar um sagenhafte 408% übertraf. Auch beim Umsatz gab es eine Punktlandung: Mit 1,79 Milliarden US-Dollar lagen die Erlöse 20% über den Erwartungen von 1,49 Milliarden US-Dollar.

Woher kommt dieser explosive Gewinnsprung?

Der Nettogewinn für das vierte Quartal erreichte 3,05 Milliarden US-Dollar, verglichen mit lediglich 667 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Über das Gesamtjahr 2025 verzeichnete Simon Property einen Rekord-FFO (Funds From Operations) von 4,8 Milliarden US-Dollar oder 12,73 US-Dollar je Aktie. Die operative Stärke zeigt sich auch in den Detailzahlen: Das Betriebsergebnis (NOI) der US-Immobilien stieg im vierten Quartal um 4,8%, im Gesamtjahr um 4,4%.

Mit 254 Immobilien und einer Gesamtfläche von 206 Millionen Quadratfuß steht Simon Property solide da. Die Vermietungsquote lag zum Jahresende bei 96,4%, die Durchschnittsmiete kletterte auf 60,97 US-Dollar pro Quadratfuß. Gleichzeitig erwirtschafteten die Händler Umsätze von 799 US-Dollar pro Quadratfuß – ein Zeichen dafür, dass die Flächen produktiv genutzt werden.

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Milliarden-Investitionen und Dividendenerhöhung

2025 war auch ein Jahr der Expansion: Simon Property investierte rund 2 Milliarden US-Dollar in hochwertige Einzelhandelsimmobilien, darunter The Mall in Italien, Brickell City Centre in Miami und Phillips Place in Charlotte. Mehr als 20 umfassende Sanierungsprojekte wurden abgeschlossen, ein neues Premium-Outlet in Indonesien eröffnet. Insgesamt unterzeichnete das Unternehmen über 4.600 Mietverträge mit einer Fläche von 17 Millionen Quadratfuß.

CEO David Simon zeigte sich optimistisch: „Das Wichtigste ist: Die Kundenfrequenz steigt, die Umsätze steigen.“ Die Quartalsdividende wurde auf 2,20 US-Dollar je Aktie angehoben – ein Plus von 4,8% gegenüber dem Vorjahr. Seit Börsengang hat Simon Property rund 48 Milliarden US-Dollar an Dividenden ausgeschüttet.

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Ausblick mit Fragezeichen

Für 2026 gibt Simon Property eine FFO-Prognose von 13,00 bis 13,25 US-Dollar je Aktie aus. Doch der Optimismus wird von Sorgen begleitet: Zölle belasten die Handelsketten, mögliche Insolvenzen von Mietern könnten die Vermietungsquote drücken. David Simon räumte ein, dass die Zölle vor allem kleinere Einzelhändler treffen könnten. Besonders Ketten wie Saks OFF 5TH, die im Januar 2026 Insolvenz anmeldeten, hinterlassen Lücken im Portfolio.

Allerdings sieht Simon hier auch Chancen: Die Flächen von Saks OFF 5TH brachten zuletzt etwa 18 Millionen US-Dollar Miete ein. Simon erwartet, dass allein die Hälfte der Flächen künftig 30 Millionen US-Dollar generieren wird – und die restlichen Boxen noch weiteres Potenzial bieten. Nach Handelsschluss legte die Aktie um 0,62% auf 192,50 US-Dollar zu und nähert sich damit dem 52-Wochen-Hoch von 193,50 US-Dollar.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.