Singulus Technologies lädt zur Hauptversammlung. Am 27. August 2026 kommen die Anteilseigner virtuell zusammen. Hinter dem Termin steht eine angespannte wirtschaftliche Lage. Der Spezialmaschinenbauer steckt tief in den roten Zahlen.

Einbruch beim operativen Geschäft

Singulus legte vorläufige Zahlen für das Jahr 2025 vor. Die Erlöse schrumpften deutlich auf rund 48 Millionen Euro. Im Vorjahr lagen sie noch bei 75,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) markiert den bisherigen Tiefpunkt der Entwicklung.

Singulus verzeichnet einen operativen Verlust von 14,2 Millionen Euro. Im Jahr davor betrug das Minus lediglich 5,4 Millionen Euro. Damit bleibt die Ertragslage hochgradig belastet. Das Management versucht nun, gegenzusteuern.

Finanzierung und Rechtskraft

Im März 2026 sicherte die Führung die Finanzierung. Eine neue Allianz mit einem Technologiepartner stabilisiert seither die Kasse. Das stärkt die Basis für die Bereiche Solar und Halbleiter. Singulus liefert Anlagen für die Beschichtungstechnik und Oberflächenbehandlung.

Parallel dazu endete ein Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt. Das Gericht wies eine Klage der Gesellschaft gegen einen Widerspruchsbescheid ab. Das Urteil vom März 2026 ist bereits rechtskräftig. Singulus muss diesen Rückschlag nun administrativ verarbeiten.

Kursrallye trotz schwacher Fundamentaldaten

Die Börse reagiert empfindlich auf die aktuelle Gemengelage. Am Freitag fällt das Papier um rund acht Prozent. Der Kurs notiert aktuell bei 7,80 Euro. Indes bleibt die langfristige Performance außergewöhnlich. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um fast 500 Prozent zu.

Am 27. August 2026 entscheiden die Aktionäre über zentrale Punkte. Auf der Agenda steht unter anderem der Vergütungsbericht für das vergangene Geschäftsjahr. Hinzu kommt die Wahl des Abschlussprüfers für 2026. Die Führung schlägt vor, das bestehende Vergütungssystem für den Vorstand beizubehalten. Das Management hält die Bezahlung der Vorstände trotz der Verluste für angemessen.