Nach einem massiven Kurssturz schickt die Führungsriege von Sivers Semiconductors ein starkes Signal. Der CEO und drei Aufsichtsräte haben massiv eigene Aktien gekauft. Die konzertierte Aktion kommt zu einem auffälligen Zeitpunkt.

Den größten Anteil sicherte sich Konzernchef Vickram Vathulya. Er erwarb außerbörslich rund 24.000 Papiere zu einem Stückpreis von 4,11 US-Dollar. Damit investierte er knapp 100.000 Dollar aus seinem Privatvermögen.

Am selben Tag zogen drei Mitglieder des Aufsichtsrats nach. Laut der schwedischen Finanzaufsicht griffen sie ebenfalls zu:

  • Todd Thomson: 12.500 Aktien zu je 42,80 schwedischen Kronen (SEK).
  • Karin Raj: 13.264 Aktien zu 34,68 SEK.
  • Helena Svancar: 11.019 Aktien zu 41,74 SEK.

Timing überrascht den Markt

Die Käufe fallen in eine volatile Phase. Die Sivers-Aktie stürzte zuletzt von ihrem Rekordhoch bei 110 Kronen ab. Aktuell pendelt der Kurs um die Marke von 41 Kronen. Der Abschlag zum Hoch beträgt rund 62 Prozent.

Trotz des Rücksetzers steht seit Jahresbeginn noch immer ein Plus von über 900 Prozent auf der Anzeigetafel. Ein klares Zeichen. Das Management demonstriert Vertrauen in diese hohe Bewertung.

Das Timing der Transaktionen liefert ein weiteres Detail. Am 16. Juli 2026 endet die aktuelle Sperrfrist für das Management. Ab diesem Datum dürften Insider theoretisch Aktien verkaufen. Dass die Führungsriege stattdessen vorher massiv kauft, werten Marktbeobachter als fundamentale Unterstützung.

Volle Pipeline, verschobene Zahlen

Operativ treibt das Halbleiterunternehmen die Expansion voran. Sivers beziffert die aktuelle Vertriebspipeline auf rund 800 Millionen Dollar. Rückenwind liefern Aufträge von ALL.SPACE sowie eine Partnerschaft mit GlobalFoundries für KI-Rechenzentren.

Die kommenden Wochen bringen nun Klarheit. Sivers hat die Veröffentlichung der Quartalszahlen verschoben. Der Bericht erscheint nun am 27. August 2026. An diesem Tag muss das Unternehmen beweisen, dass das operative Umsatzwachstum dem Optimismus der Führungsebene entspricht.