Ein Kursplus von 725 Prozent in zwölf Monaten und ambitionierte Pläne für ein US-Listing wecken Begehrlichkeiten. Bei Sivers Semiconductors ruft das nun die schwedische Behörde für Wirtschaftskriminalität auf den Plan. Ein Staatsanwalt prüft den Verdacht, dass vertrauliche Details zum geplanten Nasdaq-Gang im April vorab durchgesickert sind.
Verschobene Bilanzen und frisches Kapital
Die juristische Untersuchung trifft den Photonik-Spezialisten in einer ohnehin angespannten Phase. Der Berichtskalender wurde kürzlich umgeworfen. Der Jahresbericht folgt nun am 15. Mai, die Zahlen für das erste Quartal am 20. Mai. Grund für die Verzögerung ist die Anpassung der Bilanzen an die strengen US-Prüfungsstandards (PCAOB). Das Management erwartet Korrekturen bei der Umsatzrealisierung und der Bestandsbewertung.
Operativ wächst das Unternehmen zwar, schreibt aber weiterhin rote Zahlen. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um ein Viertel auf 304 Millionen schwedische Kronen. Der Nettoverlust summierte sich auf rund 186 Millionen Kronen.
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Parallel dazu schmelzen die Barreserven. Ende des Jahres lagen diese bei knapp 44 Millionen Kronen. Um die US-Pläne zu finanzieren, hat der Vorstand die Ausgabe von 8,62 Millionen neuen Aktien vorgeschlagen. Institutionelle Investoren, darunter DNB und Storebrand, haben bereits Zusagen gemacht.
Zweifel an der Milliarden-Fantasie
Trotz der frischen Mittel mehren sich kritische Stimmen aus der Wissenschaft. Forscher wie Peter Andrekson von der Chalmers University verweisen darauf, dass die von Sivers genutzte Technologie für optische Datenübertragung bereits seit Jahren existiert. Der Wettbewerb ist gewaltig. Branchenriesen wie Nvidia investieren Milliardenbeträge in genau dieses Segment. Sivers kooperiert derweil mit dem Auftragsfertiger Jabil an neuen optischen Modulen für KI-Rechenzentren. Der Markt für diese extrem schnellen Datenverbindungen soll bis 2030 weltweit auf 225 Millionen Einheiten anwachsen.
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Große Hedgefonds wetten mittlerweile gegen die schwedische Aktie. Die fundamentale Bewertung liefert dafür Argumente. Sivers wird mit dem 31-Fachen des Umsatzes gehandelt. Der europäische Halbleiter-Durchschnitt liegt bei einem Faktor von rund vier.
Am 11. Mai stimmen die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die geplante Kapitalerhöhung ab. Vier Tage später legt das Unternehmen erstmals nach US-Standards geprüfte Zahlen vor. Diese Bilanzen müssen beweisen, ob das operative Geschäft die hohe Marktbewertung stützen kann.
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