Die Aktie von SLM Corp., besser bekannt als Sallie Mae, gerät massiv unter Druck. JPMorgan stufte den Titel am Montag von „Neutral“ auf „Underweight“ herunter und senkte das Kursziel von 29 auf 25 Dollar. Der Grund: Die Investmentbank sieht nicht nur kurzfristige Kreditrisiken durch einen schwächeren Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen, sondern warnt vor einer fundamentalen Bedrohung des Geschäftsmodells.
Die Analysten fürchten, dass KI-getriebene Umwälzungen am Arbeitsmarkt zu „sinkenden Erträgen aus höherer Bildung“ führen könnten – ein direkter Schlag für einen Anbieter von Studienkrediten. JPMorgan sieht SLM nun als „relatives Abwärtsrisiko“ im Vergleich zu anderen Werten. Doch das ist längst nicht alles.
Verschleierte Zahlungsausfälle?
Am 14. August 2025 veröffentlichte die Investmentbank TD Cowen brisante Daten: Die Zahlungsausfälle im Juli 2025 stiegen um 49 Basispunkte im Monatsvergleich – deutlich schlechter als die üblichen saisonalen 10 Basispunkte. Besonders alarmierend: Die frühen Zahlungsverzögerungen legten um 45 Basispunkte zu.
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Diese Zahlen widersprechen krass den Aussagen von SLM-Finanzchef Peter M. Graham, der Ende Juli 2025 noch beteuert hatte, die Zahlungsausfallraten „folgen wirklich den normalen saisonalen Trends, die wir im Geschäft erwarten würden“. War das eine bewusste Irreführung?
Sammelklage läuft
Mehrere Anwaltskanzleien haben mittlerweile Sammelklagen eingereicht. Der Vorwurf: SLM habe zwischen dem 25. Juli und 14. August 2025 falsche oder irreführende Aussagen gemacht. Konkret wird dem Unternehmen vorgeworfen, den signifikanten Anstieg früher Zahlungsausfälle verschwiegen und die Wirksamkeit der eigenen Programme zur Schadensbegrenzung übertrieben dargestellt zu haben.
Die Anwaltskanzleien Faruqi & Faruqi sowie Robbins Geller suchen nun bis zum 17. Februar 2026 nach einem Hauptkläger für die Sammelklage. Nach Veröffentlichung des TD Cowen-Berichts am 14. August brach die Aktie am 15. August um 8,09 Prozent ein – von 32,99 auf 30,32 Dollar.
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Analysten drehen reihenweise
Auch andere Banken vollzogen Kehrtwenden. Compass Point degradierte SLM von „Buy“ auf „Sell“ und senkte das Kursziel drastisch von 35 auf 23 Dollar. Grund waren deutlich nach unten korrigierte Gewinnerwartungen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027. Morgan Stanley stufte von „Overweight“ auf „Equalweight“ herab und kappte das Kursziel auf 31 Dollar wegen erwarteter höherer Kosten.
Wells Fargo reduzierte das Kursziel auf 30 Dollar bei weiterhin positivem Rating, verwies aber auf niedrigere Margen beim Verkauf von Krediten. Keefe, Bruyette & Woods senkte das Ziel auf 29 Dollar. Nur TD Cowen hob das Kursziel auf 40 Dollar an – mit Verweis auf Wachstumsaussichten und den geplanten Deal mit KKR.
Mit einem KGV von 9,76 erscheint die Aktie auf den ersten Blick günstig. Die Eigenkapitalrendite lag in den letzten zwölf Monaten bei soliden 31 Prozent, der Gewinn je Aktie bei 2,84 Dollar. Doch können diese Zahlen den Sturm überstehen, der sich am Horizont zusammenbraut?
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