Die Aktie von Snap verlor gestern im nachbörslichen Handel 3,36 Prozent auf 6,10 Dollar – obwohl das Unternehmen überraschend schwarze Zahlen schrieb. Der Snapchat-Betreiber meldete für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn von 0,03 Dollar je Aktie, während Analysten mit einem Verlust von 0,03 Dollar gerechnet hatten. Auch beim Umsatz lag Snap mit 1,72 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 1,70 Milliarden Dollar.
Die verhaltene Marktreaktion deutet auf Skepsis bezüglich der weiteren Wachstumsperspektiven hin. Denn während die Quartalszahlen solide ausfielen, enttäuschte der Ausblick: Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 1,50 und 1,53 Milliarden Dollar – etwas unter der Analystenschätzung von 1,55 Milliarden Dollar.
Nutzerzahlen mit Licht und Schatten
Die monatlich aktiven Nutzer stiegen um sechs Prozent auf 946 Millionen und nähern sich damit der Milliardenmarke. Allerdings zeigt sich ein Problem in Nordamerika, dem profitabelsten Markt: Die täglich aktiven Nutzer sanken dort von 98 Millionen im dritten Quartal auf 94 Millionen im Schlussquartal 2025. Global betrachtet legten die täglich aktiven Nutzer nur um fünf Prozent auf 474 Millionen zu.
Positiv entwickelte sich der durchschnittliche Umsatz je Nutzer: Er kletterte von 3,44 auf 3,62 Dollar. Besonders stark wuchs das Geschäft außerhalb Nordamerikas – Europa legte um 19 Prozent zu, der Rest der Welt um 16 Prozent. In der Heimatregion betrug das Plus lediglich sechs Prozent.
Abo-Dienst und AR als Hoffnungsträger
Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich deutlich von 276 Millionen auf 358 Millionen Dollar. Die entsprechende Marge weitete sich von 18 auf 21 Prozent aus. Snap generierte einen operativen Cashflow von 270 Millionen Dollar und einen freien Cashflow von 206 Millionen Dollar.
Ein Wachstumstreiber bleibt das Abo-Modell Snapchat+: Die Abonnentenzahl schnellte um 71 Prozent auf 24 Millionen hoch, die Erlöse in der Kategorie „Sonstige Umsätze“ stiegen um 62 Prozent auf 232 Millionen Dollar. Zudem erhöhte sich die Zahl der Werbekunden um 28 Prozent.
Das Unternehmen setzt weiterhin auf Augmented Reality und künstliche Intelligence. Über 450.000 Entwickler haben mehr als fünf Millionen AR-Linsen erstellt, täglich interagieren Nutzer acht Milliarden Mal mit diesen Funktionen. CEO Evan Spiegel kündigte für 2026 die nächste Generation der Specs-AR-Brille an. Parallel genehmigte der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Dollar.
Ein Dämpfer kam aus Australien: Snap musste aufgrund neuer Altersbeschränkungen mehr als 400.000 Accounts löschen, da Nutzer dort mindestens 16 Jahre alt sein müssen. Zudem knickte der Preis pro tausend Impressionen (eCPM) um acht Prozent ein – ein Hinweis auf anhaltenden Wettbewerbsdruck im Anzeigengeschäft.
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