Snowflake steht unter massivem juristischem Druck. Mehrere Kanzleien rufen Investoren dazu auf, sich einer Sammelklage anzuschließen, da das Management wichtige Informationen über Umsatzprognosen verschwiegen haben soll. Für den Cloud-Spezialisten geht es um weit mehr als nur den Ruf.
Schwere Vorwürfe gegen das Management
Die Vorwürfe wiegen schwer: Führungskräfte sollen zwischen Juni 2023 und Februar 2024 irreführende Angaben zu Nutzungsmustern der Kunden gemacht haben. Konkret geht es darum, dass Effizienzsteigerungen bei Produkten und die Einführung sogenannter „Iceberg Tables“ den verbrauchsbasierten Umsatz bremsen könnten – ein Detail, das Anlegern offenbar vorenthalten wurde. Die Frist für Hauptkläger läuft am 27. April 2026 ab.
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Der juristische Gegenwind trifft auf ein ohnehin fragiles Marktumfeld. Die Aktie rutschte zuletzt deutlich ab und markierte mit 113,20 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Technisch sieht es düster aus: Ein „Death Cross“ signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck. Das Papier notiert mittlerweile fast 39 Prozent unter seinem Wert zum Jahresbeginn.
Makroökonomische Bremsklötze
Nicht nur hausgemachte Probleme belasten das Unternehmen. Das US-Wirtschaftswachstum schwächelte zuletzt mit einer annualisierten Rate von nur 0,5 Prozent, während die Inflation hartnäckig bleibt. In der Software-Branche wächst zudem die Sorge, dass neue, autonome KI-Workflows die Preismacht klassischer Plattformen untergraben könnten. Snowflake wächst zwar beim Umsatz um gut 30 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar, steuert aber gleichzeitig auf einen massiven Jahresverlust von 1,33 Milliarden Dollar zu.
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Gespaltene Analystenlager
An der Wall Street herrscht tiefe Uneinigkeit über die Bewertung des Konzerns.
- Optimisten: Rosenblatt und Bank of America halten an Kaufempfehlungen mit Kurszielen von 275 Dollar fest.
- Skeptiker: Kritische Bewertungsmodelle sehen den fairen Wert der Aktie aufgrund des rechtlichen Risikos bei lediglich 78,83 Dollar.
Die kommenden Wochen werden zur Zerreißprobe. Investoren achten nun darauf, ob die neuen KI-Tools schnell genug Erträge liefern, um die hohen Verluste und die juristischen Risiken zu kompensieren. Bis zum Ablauf der Klagefrist am 27. April bleibt die Rechtsunsicherheit das zentrale Thema für den Kursverlauf.
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