SoftBank braucht frisches Kapital für seine ehrgeizigen KI-Pläne. Um den Anteil an OpenAI aufzustocken und eigene Chips zu entwickeln, begibt der japanische Konzern nun ein massives Anleihepaket in Dollar und Euro. Parallel dazu wachsen bei Ratingagenturen die Sorgen über den rasant steigenden Schuldenberg.
Internationale Kapitalbeschaffung
Am Montag beauftragte das Unternehmen mehrere globale Finanzinstitute mit der Koordination der neuen Papiere. Die Emission richtet sich an eine breite internationale Investorenbasis. Für die US-Dollar-Tranchen sind Laufzeiten von 3,5, 5,5 und 10 Jahren vorgesehen. Die auf Euro lautenden Anleihen laufen über vier, sechs und acht Jahre.
Dieser Schritt folgt direkt auf eine inländische Emission. Erst am 10. April platzierte SoftBank in Japan Hybridanleihen für Privatanleger im Wert von 418 Milliarden Yen. Das entspricht rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Der Kupon von 4,97 Prozent markiert dabei einen Rekordwert für diese Art von Schuldtiteln des Konzerns.
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Fokus auf KI-Infrastruktur
Die frischen Mittel fließen gezielt in den Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Ein Hauptziel ist die Aufstockung der Beteiligung an OpenAI. Berichten zufolge plant SoftBank, den Anteil am ChatGPT-Entwickler von 11 auf 13 Prozent zu erhöhen. Dieser Schritt erfordert schätzungsweise 30 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital.
Im gleichen Schritt treibt der Konzern das interne „Project Izanagi“ voran. Ziel ist die Entwicklung spezieller KI-Chips, um mit den Branchenführern zu konkurrieren. Passend zu dieser Strategie erhält Arm-CEO Rene Haas erweiterte Kompetenzen. Er wird künftig einen großen Teil des internationalen Geschäfts von SoftBank leiten. Diese Personalie soll die Chip-Architektur von Arm enger mit den globalen KI-Ambitionen des Mutterkonzerns verzahnen.
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Steigende Risiken für die Bilanz
Der aggressive Expansionskurs hinterlässt Spuren in der Bilanz. Die steigende Verschuldung ruft zunehmend Kreditanalysten auf den Plan. Bereits im März 2026 senkte S&P Global Ratings den Ausblick für SoftBank auf negativ. Die Agentur verwies dabei auf eine Beleihungsquote von rund 33 Prozent.
Analysten sehen zwar das hohe Wachstumspotenzial der KI-Investitionen. Sie warnen jedoch vor der wachsenden Abhängigkeit von privaten, illiquiden Bewertungen. Der Anteil börsennotierter Aktien am gesamten Eigenkapitalwert von SoftBank ist zuletzt deutlich gesunken, da sich das Unternehmen immer stärker auf nicht-börsennotierte KI-Projekte fokussiert.
Die aktuellen Investorengespräche, die von Banken wie JPMorgan, Deutsche Bank und Goldman Sachs geführt werden, enden am heutigen Dienstag. Die finale Preisgestaltung der neuen Dollar- und Euro-Anleihen wird einen direkten Hinweis darauf geben, wie internationale Geldgeber das veränderte Risikoprofil des Konzerns bewerten.
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