Solana: Goldman verkauft, Morgan Stanley kauft

Goldman Sachs trennt sich von Solana-ETFs, während Morgan Stanley einsteigt. Trotz Netzwerk-Wachstum notiert SOL weit unter dem Allzeithoch.

Solana Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman löst SOL-ETF-Positionen auf
  • Morgan Stanley investiert in Bitwise-SOL-ETF
  • Tokenisierte Realwerte auf Solana wachsen
  • SOL-Kurs kämpft um 100-Dollar-Marke

Goldman Sachs und Morgan Stanley schauen auf denselben Token und kommen zu gegensätzlichen Schlüssen. Während Goldman seine gesamten SOL-ETF-Positionen im Wert von rund 108 Millionen Dollar aufgelöst hat, stieg Morgan Stanley mit knapp 30 Millionen Dollar in einen Bitwise-SOL-ETF ein. Der Kurs steht derweil bei rund 85 Dollar — und bewegt sich kaum.

Wall Street vs. Netzwerkrealität

Goldman liquidierte im ersten Quartal 2026 sämtliche Positionen in Solana-, XRP- und weitgehend auch Ethereum-ETFs. Bitcoin hielt die Bank mit rund 700 Millionen Dollar fast unverändert. Die Botschaft ist klar: Für Goldman bleibt Bitcoin die einzig relevante Krypto-Wette, Altcoins werden aussortiert.

Morgan Stanley sieht das anders. Die frische SOL-Position signalisiert, dass zumindest ein Teil der Wall Street das Netzwerk noch nicht abgeschrieben hat. Das institutionelle Bild bleibt damit gespalten.

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Was das Netzwerk selbst betrifft, erzählt der Messari-Bericht für Q1 2026 eine andere Geschichte. Die Marktkapitalisierung tokenisierter Realwerte auf Solana wuchs im Quartal um 43 Prozent auf 2,01 Milliarden Dollar. BlackRocks tokenisierter Geldmarktfonds BUIDL erreichte dort 525 Millionen Dollar. Ondo Finance brachte über 200 tokenisierte Aktien und ETFs auf die Chain, Citigroup schloss einen Proof-of-Concept für tokenisierte Handelsfinanzierung ab. Visa, Stripe und PayPal nutzen Solana bereits für Stablecoin-Zahlungen. Kein Wunder, dass Netzwerkbefürworter den Goldman-Ausstieg für verfrüht halten.

Kurs zwischen zwei Lagern

Trotz dieser Aktivität notiert SOL rund 71 Prozent unter seinem Allzeithoch von 293 Dollar. Die technische Unterstützung liegt bei 84 Dollar, der nächste nennenswerte Widerstand bei 96 Dollar. Kurzziele bis Ende 2026 reichen von 117 bis 150 Dollar — was vom aktuellen Niveau aus einem Plus zwischen etwa 38 und 76 Prozent entspräche.

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Bemerkenswert am Rande: Kevin Warsh, seit dem 22. Mai als Fed-Vorsitzender vereidigt, hält SOL in seinem Privatportfolio. Ein Notenbank-Chef mit Krypto-Beständen ist ein Novum — ob das den Kurs mittelbar beeinflusst, bleibt offen.

Entscheidend für die nächste Bewegung dürfte sein, ob SOL die 100-Dollar-Marke nachhaltig überwindet. Erst oberhalb dieser Schwelle sehen Analysten die optimistischeren Kursziele für 2026 als realistisch erreichbar an.

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