Solana legte am Mittwoch um über 15 Prozent zu und kletterte von rund 75 auf knapp 89 US-Dollar. Der Sprung kam inmitten eines breiten Krypto-Rebounds, der über 400 Millionen Dollar an Short-Positionen auslöschte. Auslöser war eine Klage gegen den Handelsriesen Jane Street – und die Spekulation, dass damit ein monatelanger Verkaufsdruck endet.
Jane Street im Visier – Markt atmet auf
Die Klageschrift wirft Jane Street vor, bei der Abwicklung des Terra-Luna-Zusammenbruchs 2022 nicht-öffentliche Informationen genutzt zu haben, um Trades vorzuziehen. Der Vorwurf stammt von der Verwaltung, die Terraform Labs‘ Insolvenz abwickelt. Das Wall Street Journal berichtete darüber.
In Krypto-Kreisen kursiert seitdem die Theorie, dass Jane Street über Monate hinweg systematisch um 10 Uhr Eastern Time Bitcoin verkauft haben könnte. Beweise dafür gibt es nicht. Doch die zeitliche Nähe zwischen Klage und Kursrally befeuerte die Vermutung, dass dieser mutmaßliche Verkaufsdruck nun wegfällt. Eric Balchunas, Senior-ETF-Analyst bei Bloomberg, kommentierte auf X, genau diese Wahrnehmung treibe die aktuelle Stimmung.
Bitcoin durchbrach kurzzeitig die 70.000-Dollar-Marke, Ethereum gewann mehr als 13 Prozent. Solana übertraf beide. Allein bei SOL wurden laut CoinGlass rund 22 Millionen Dollar an Short-Positionen liquidiert.
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Solana-ETFs mit konstantem Zufluss
Während Bitcoin- und Ethereum-ETFs im Februar Abflüsse verzeichneten – 939,94 Millionen Dollar bei Bitcoin, 490,58 Millionen bei Ethereum –, zeigen Solana-ETFs ein anderes Bild. Seit dem 10. Februar verzeichneten sie laut SoSoValue nur drei Tage mit negativen Flüssen. Kumuliert flossen 30,33 Millionen Dollar zu.
Die absoluten Summen bleiben gering im Vergleich zu Bitcoin. Doch die Konstanz deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger gezielt auf höher volatile Assets wie Solana setzen – selbst in einem unsicheren Marktumfeld.
Kontraste im Ökosystem
Step Finance gibt auf
Am 24. Februar kündigte Step Finance, ein DeFi-Portfolio-Manager auf Solana, die Einstellung aller Aktivitäten an. Betroffen sind auch die Partnerprojekte SolanaFloor und Remora Markets. Grund ist ein Hack im Januar, bei dem 261.854 SOL – damals rund 28,9 Millionen Dollar – abflossen. Die Angreifer hatten sich Zugang zur Stake-Autorisierung verschafft.
Der native Token STEP verlor nach dem Vorfall fast 96 Prozent. Co-Founder George Harrap sprach auf X von einem „schwierigen Tag“. Die Schließung reiht sich ein in eine Serie von DeFi-Projekten, die zuletzt aufgaben – darunter ZeroLend.
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Bhutan setzt auf Solana
Auf der anderen Seite startete Bhutan ein Solana-basiertes Visum für digitale Nomaden. Die Regierung hatte zuvor bereits einen goldgedeckten Token, TER, auf Solana lanciert. Die Initiative zeigt, dass souveräne Staaten Solana für digitale Infrastruktur nutzen. Auf den Kurs hatte das bislang jedoch kaum Einfluss.
On-Chain-Daten zeigen Zurückhaltung
Trotz des Kursanstiegs bleibt die Überzeugung dünn. Laut Glassnode fiel die Akkumulation durch Langfristhalter zwischen dem 10. und 24. Februar um etwa 62,5 Prozent – von 1,5 Millionen SOL auf nur 564.317 SOL. Auch mittelfristige Halter (ein bis drei Monate) reduzierten ihren Anteil von 19,52 auf 14,08 Prozent.
Über 22 Millionen SOL liegen in einer Widerstandszone zwischen 82,81 und 83,79 Dollar. Viele Halter könnten dort versuchen, ihre Positionen ohne Verlust zu schließen. Diese Angebotswand erschwert eine nachhaltige Erholung.
Zwischenrally oder Trendwende?
Der gestrige Kurssprung war der stärkste Tagesgewinn seit Wochen. Doch im Monatsvergleich liegt Solana weiter über 32 Prozent im Minus. Die Langfristhalter reduzieren ihre Bestände statt aufzustocken. Einzig die ETF-Zuflüsse bieten einen Lichtblick.
Ob die Erholung trägt, hängt davon ab, ob SOL die 82- bis 84-Dollar-Marke halten kann – und ob der breitere Kryptomarkt sein Momentum beibehält.
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