Solana steht heute an einem spannenden Punkt: Technisch wirkt der Kurs angeschlagen, gleichzeitig baut das Netzwerk an mehreren Fronten an seiner „Institutionen-Story“. Im Mittelpunkt stehen dabei das bevorstehende Alpenglow-Upgrade und anhaltende Zuflüsse in Spot-ETFs. Doch ausgerechnet ein wichtiger Treiber der jüngsten Vergangenheit kühlt deutlich ab: die DEX-Aktivität.
Alpenglow soll das Bild drehen
Ein zentraler Kurstreiber für die Erzählung rund um Solana könnte das Alpenglow-Upgrade werden. Es gilt als größte Kern-Überarbeitung der Software in der bisherigen Netzwerkgeschichte und zielt auf eine grundlegende Vereinfachung des Konsensmechanismus ab. Das Versprechen: spürbar bessere Zuverlässigkeit und deutlich kürzere Bestätigungszeiten – bis hin zu Finalität im Sub-Sekunden-Bereich.
Validatoren haben Alpenglow bereits genehmigt, der Mainnet-Start ist für das 1. Quartal 2026 angepeilt. Sollten im März weitere Details oder konkrete Fortschrittsmeldungen folgen, könnte das die Wahrnehmung verschieben – weg vom reinen Memecoin-Narrativ, hin zu „ernsthafter“ Infrastruktur.
Parallel läuft Firedancer als separater Client bereits im Netzwerk. In Tests wurden dabei bis zu 1 Million Transaktionen pro Sekunde verarbeitet – ein Signal, dass Solana die technische Basis weiter ausbaut.
ETF-Zuflüsse stützen die Nachfrage
Trotz der schwachen Kursphase kommt Unterstützung aus einer anderen Ecke: US-Spot-Solana-ETFs verzeichneten laut CoinGlass in den vergangenen vier Wochen netto Mittelzuflüsse. Am Montag flossen rund 16,8 Mio. USD zu, das verwaltete Gesamtvolumen lag damit bei etwa 79,4 Mio. USD.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
Auffällig: Im Februar blieben die wöchentlichen Zuflüsse in SOL-ETFs positiv, während Bitcoin- und Ethereum-ETFs zusammen netto Abflüsse sahen. In der Woche bis zum 20. Februar kamen 14,31 Mio. USD hinzu, in der Woche bis zum 26. Februar stieg der Wert auf 43,13 Mio. USD – der höchste Wochenzufluss des Monats. Insgesamt liegen die kumulierten Zuflüsse seit Auflage inzwischen bei über 900 Mio. USD.
Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte zudem ein Schritt aus dem klassischen Finanzsektor: Morgan Stanley reichte im Januar 2026 SEC-Anträge für Spot-SOL-ETFs (zusammen mit Bitcoin-ETFs) ein – erstmals bewegt sich damit eine große US-Bank in Richtung SOL in regulierten Portfolios.
DEX-Volumen bricht ein – und Börsen-Zuflüsse steigen
Auf der anderen Seite sendet die On-Chain-Lage deutlich vorsichtigere Signale. Die memecoin-getriebenen DEX-Volumina, die Ende 2025 viel Netzwerkumsatz angeschoben hatten, sind kräftig zurückgekommen.
In der Woche bis zum 2. Februar lag das gesamte DEX-Volumen noch bei 118,2 Mrd. USD. Bis zur Woche zum 23. Februar fiel es auf 44,5 Mrd. USD – ein Rückgang um 62%. Besonders deutlich: Meteora brach um 83% auf 3,4 Mrd. USD ein, Pump.fun sank auf 30,5 Mrd. USD.
Zusätzlich drehte sich ein weiterer Datenpunkt: Bis zum 26. Februar zogen die Nettozuflüsse zu Börsen (auf 30-Tage-Basis) auf 1.561.859 SOL an – rund 40% mehr als drei Tage zuvor. Solche Bewegungen werden am Markt häufig als steigende Verkaufsbereitschaft interpretiert, weil Coins näher an potenzielle Liquidität rücken.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
Ökosystem baut weiter – mit Identität, Token-Fonds und Stablecoins
Abseits von Trading-Volumen und Chart arbeitete Solana zuletzt an mehreren Bausteinen mit „Real-World“-Anschluss. Am 3. März ging ERC-8004 im Mainnet live und soll On-Chain-Identität sowie Reputationsmechanismen für KI-Agenten ermöglichen. Solflare startete zudem eine Privacy Aggregator Layer (PAL), die private Transfers im Netzwerk unterstützen soll.
Auch die Tokenisierung wird konkreter: WisdomTree brachte sein vollständiges Set regulierter tokenisierter Fonds auf Solana – darunter Geldmarkt-, Aktien-, Renten- und Multi-Asset-Produkte. Und Western Union plant für die erste Jahreshälfte 2026 den Start seines USDPT-Stablecoins auf Solana, mit Anbindung an ein jährliches Remittance-Volumen von rund 150 Mrd. USD.
Für Institutionelle wichtig ist außerdem ein neues Framework von Anchorage und Kamino: Es soll ermöglichen, Kredite gegen gestaktes SOL aufzunehmen, ohne die Assets aus qualifizierter Verwahrung bewegen zu müssen. Das adressiert laut Artikel Effizienz- und Verwahrungsthemen – gerade vor dem Hintergrund laufender US-Diskussionen zu DeFi-Regulierung.
Was der Markt kurzfristig einpreist
Unterm Strich wirkt Solana derzeit wie ein Projekt mit starkem Ausbau unter der Haube, während die kurzfristigen Nutzungs- und Trading-Impulse nachlassen. Genau diese Mischung macht die nächsten Wochen interessant: Kann Alpenglow – zusammen mit ETF-Nachfrage und den neuen Integrationen – den Fokus weg von rückläufigen DEX-Zahlen lenken?
Beim Kursbild bleibt der Druck sichtbar: Mit 85,50 USD liegt SOL seit Jahresbeginn deutlich im Minus (YTD: -32,54%) und notiert klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig hat sich der Coin zuletzt vom Bereich nahe dem jüngsten 52-Wochen-Tief (77,74 USD) etwas gelöst – ein kleines, aber psychologisch wichtiges Signal.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


