Solana notiert rund 70 Prozent unter seinem Allzeithoch vom Januar 2025 — und das in einem Marktumfeld, das der Crypto Fear & Greed Index mit einem Wert von 15 als „extreme Angst“ einstuft. Trotzdem fließt frisches institutionelles Kapital in den Markt. Ein Widerspruch, der genauer hinschaut.

Institutionelle Käufer trotz Ausverkauf

Am 13. März verzeichneten US-amerikanische Spot-ETFs auf Solana Nettomittelzuflüsse von 7,6 Millionen US-Dollar. Grayscale Research, geführt von Zach Pandl, bezeichnete das aktuelle Kursniveau als attraktiven Einstiegspunkt. Die Begründung: Solana führe weiterhin bei Nutzeraktivität, Transaktionsvolumen und generierten Netzwerkgebühren — die Fundamentaldaten des Netzwerks seien trotz des Kursrückgangs intakt.

Aktuell handelt SOL knapp unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 93 US-Dollar, was den kurzfristigen Abwärtsdruck verdeutlicht.

Technisches Bild — gespalten

Auf dem Tageschart hat der SuperTrend-Indikator erstmals seit Januar 2026 ein bullisches Signal gesendet. Das klingt ermutigend, wird aber durch den Wochenchart relativiert: Dort stehen 15 Verkaufssignalen lediglich 2 Kaufsignale gegenüber.

Technische Analysten sehen unmittelbare Unterstützung bei 86,23 und 84,36 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt 91,48 US-Dollar als erste relevante Hürde — ein Niveau, das SOL überwinden müsste, um den kurzfristigen Abwärtstrend zu brechen.

Blick auf den 18. März

Einige Marktteilnehmer sehen ein mittelfristiges Kursziel von 120 US-Dollar, sofern die aktuellen Unterstützungsniveaus halten. Entscheidend dürfte dabei auch der breitere Markt sein: Bitcoin stabilisiert sich nach einem kurzzeitigen Einbruch auf 62.400 US-Dollar wieder im Bereich um 70.000 bis 73.000 US-Dollar. Angesichts der hohen Korrelation zwischen den großen Kryptowährungen richtet sich der Blick auf die FOMC-Entscheidung am 18. März — sie könnte die nächste Richtungsentscheidung für den gesamten Kryptomarkt einleiten.