Weg von der Solar-Technologie, hin zum Krypto-Depot. Die Sono Group hat ihre Transformation zum Finanzunternehmen vollständig abgeschlossen. Marktbeobachter reagieren nervös auf das neue Risikoprofil.
Neuer Großaktionär meldet Beteiligung
Ein neuer Investor sorgt für Bewegung im Aktionariat. Die Bambino 255. V V UG hält laut einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC einen Anteil von 12,45 Prozent am Unternehmen. Das entspricht 177.417 Stammaktien.
Die tatsächliche Stimmrechtskraft fällt allerdings geringer aus. Aufgrund der speziellen Aktienstruktur hält der Investor lediglich rund 6,95 Prozent der Stimmrechte. Die Meldung deutet auf einen rein passiven Investmentstatus hin.
Abschied von der Solar-Sparte
Das Management hat den operativen Umbau nun finalisiert. Im Mai trennte sich die Gruppe vollständig von ihrer Tochter Sono Motors GmbH. Ein internes Team übernahm die Reste der industriellen Fertigung rund um das gescheiterte Solar-Auto.
Unter der Führung von Kevin McGurn setzt das Unternehmen jetzt voll auf Bitcoin. Die Kryptowährung bildet die neue Kernreserve des Hauses. Parallel dazu nutzt die Firma Optionsstrategien, um regelmäßige Erträge zu erwirtschaften. Damit will der Vorstand die hohen Verluste der Vergangenheit stoppen.
Anhaltender Abwärtsdruck an der Börse
Die Märkte zeigen sich bisher wenig überzeugt von der neuen Ausrichtung. Am Freitag verlor das Papier 7,25 Prozent und notierte bei 1,92 USD. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust damit auf fast 58 Prozent.
Die Schwankungen bleiben massiv. Mit einer annualisierten Volatilität von über 63 Prozent reagiert der Kurs heftig auf kleinste Handelsvolumina. Hinzu kommt das Risiko der geringen Marktkapitalisierung von umgerechnet etwa 69 Millionen Euro.
Die industrielle Vergangenheit der Sono Group ist Geschichte. Künftig entscheidet allein die Wertentwicklung des Bitcoin-Portfolios und der Erfolg der Derivat-Strategie über das Schicksal der Aktie.
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