Die Southwest Airlines Aktie könnte von einem radikalen Kurswechsel der US-Regierung profitieren. Das Verkehrsministerium unter Präsident Donald Trump hat im Dezember eine Strafe von 11 Millionen Dollar erlassen, die noch aus der Ära von Joe Biden stammte. Der Grund: Southwest investierte über eine Milliarde Dollar in seine Betriebsabläufe.
Die ursprüngliche Strafe war Teil eines 140-Millionen-Dollar-Vergleichs nach dem operativen Desaster im Dezember 2022. Damals saßen mehr als 2 Millionen Passagiere während der geschäftigen Feiertage fest – ein PR-Albtraum für die Fluggesellschaft.
Aus Strafe wird Belohnung?
Doch was unter Biden als härteste Gangart gegen Verstöße im Verbraucherschutz gedacht war, wandelt sich nun in sein Gegenteil. Das Verkehrsministerium begründete den Straferlass explizit mit den massiven Investitionen der Airline. Eine bemerkenswerte Entwicklung: Wer Geld in die Hand nimmt, wird belohnt statt bestraft.
Auch American Airlines profitierte von der neuen Linie. Im Dezember wurden dem Unternehmen 16,7 Millionen Dollar an Bußgeldern erlassen, die wegen unsachgemäßer Behandlung behinderter Passagiere verhängt worden waren – darunter unzureichende Hilfestellung und beschädigte Rollstühle.
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Neue Ära der Nachsicht
Die Trump-Regierung geht noch weiter: Das Verkehrsministerium hat neue Richtlinien vorgeschlagen, die das bisherige Durchgreifen bei Verstößen gegen Verbraucherschutzregeln grundlegend abschwächen. Der Fokus soll künftig auf Compliance statt auf Bestrafung liegen.
Konkret bedeutet das: Bei Verstößen will die Behörde zunächst Warnschreiben verschicken, um der Fluggesellschaft zu helfen, die Probleme zu lösen – bevor überhaupt Strafen verhängt werden. Die Biden-Richtlinien von 2023, die eine Verschärfung der Durchsetzung und höhere Strafen vorsahen, sollen gestrichen werden.
Ein Sprecher von Verkehrsminister Sean Duffy machte die neue Philosophie deutlich: Unter Biden habe sich das Ministerium darauf konzentriert, durch Bußgelder die „Staatskassen zu füllen, nicht die zivilen Reisenden zu schützen.“
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Die neuen Richtlinien sehen vor, dass Strafen „angemessen und proportional zum Verstoß und seinen Auswirkungen“ sein sollen. Allerdings betonte das Ministerium, dass es bei „weitverbreiteten, schwerwiegenden oder vorsätzlichen Verstößen“ weiterhin Sanktionen verhängen werde.
Goldman Sachs sieht Abwärtsrisiko
Trotz der regulatorischen Erleichterungen bleibt die Aktie unter Beobachtung. Goldman Sachs führt Southwest auf einer Liste von sechs Titeln, die durch negative Gewinnrevisionen unter Druck geraten könnten. Acht Analysten haben ihre Gewinnprognosen kürzlich nach unten korrigiert – und das kurz vor dem Quartalsbericht am 22. Januar.
Mit einem KGV von 63,92 handelt die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Goldman Sachs stuft sie als überbewertet ein. Ob die neue, airline-freundliche Regulierung diese fundamentalen Bedenken ausgleichen kann, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.
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