Der Umbau der Startflotte läuft auf Hochtouren, und die Aktie tastet sich derweil an eine hartnäckige Widerstandsmarke heran. Bei SpaceX verschieben sich gerade zwei Dinge parallel: die operative Basis der Raketenflotte und die charttechnische Statik im Kurs.
Starship übernimmt die Ostküste
Am Sonntag brachte SpaceX seine 80. Starlink-Mission des laufenden Jahres ins All, gestartet von der Vandenberg Space Force Base mit 27 Satelliten an Bord. Der eigentliche Umbruch spielt sich jedoch in Florida ab: Dort fliegen Starlink-Missionen künftig nicht mehr mit der Falcon 9, sondern mit der deutlich größeren Starship.
SpaceX-Vizepräsident Kiko Dontchev bestätigte, der letzte geplante Falcon-9-Start von der Ostküste sei bereits erfolgt. Von der Westküste aus bleibt die Falcon 9 vorerst im regulären Einsatz.
Der Wechsel ist mehr als eine technische Fußnote. Starship gilt als vollständig wiederverwendbar, transportiert deutlich mehr Nutzlast und fliegt mit flüssigem Methan statt Kerosin — eine Kombination, die die Kosten pro Start senken soll.
Für ein Unternehmen, das mit Starlink ein kapitalintensives Satellitennetz betreibt, ist jeder eingesparte Dollar pro Start relevant für die Marge. Für den 15. September ist zudem der 14. Starship-Test angesetzt, dessen Verlauf als nächster wichtiger Prüfstein gilt.
Während SpaceX seine Technik neu ordnet, bleibt der Wettbewerbsdruck aus Europa überschaubar. Isar Aerospace erreichte mit der Spectrum-Rakete beim zweiten Testflug erstmals die Umlaufbahn — nach einem gescheiterten ersten Versuch im März 2025. Berenberg-Analyst Michael Filatov wertet dies als Meilenstein, dämpft aber die Erwartungen: Der Aufbau eigener europäischer Startkapazitäten brauche Zeit, kurzfristig blieben US-Anbieter die pragmatischste Lösung.
Die Zahlen unterstreichen das Ungleichgewicht: 2025 flogen nur sieben Prozent der europäischen Nutzlasten mit Ariane 6 oder Vega C, im laufenden Jahr ist es bislang nur eine von 119. Der Falcon-9-Anteil an europäischen Nutzlasten stieg dagegen von einem Prozent im Jahr 2020 auf 94 Prozent aktuell.
Der Chart kämpft mit der 150-Dollar-Marke
Seit dem Tief bei 104,83 Dollar Anfang August hat sich die Aktie deutlich erholt und den Abwärtstrend hinter sich gelassen. An der Marke von 150 Dollar scheiterten allerdings bereits mehrere Ausbruchsversuche, zuletzt am vergangenen Donnerstag. Solange der Kurs zwischen 138,20 und 150,00 Dollar pendelt, bleibt das Bild neutral.
Gelingt ein nachhaltiger Wochenschluss über 150 Dollar, rücken Kursziele bei 161,78 und darüber bei 172,40 Dollar in Reichweite. Fällt die Aktie dagegen unter 138,20 Dollar, drohen Rückgänge Richtung 134,35 und 130,39 Dollar.
Die Aktie sucht seit dem Börsengang im Juni 2026 noch nach einer klaren Richtung — ein reibungsloser Starship-Test in der kommenden Woche könnte dabei mehr Gewicht bekommen als jede Chartmarke allein.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 7. September liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

