Die SpaceX-Aktie steckt tief im Korrekturmodus. Im deutschen Handel schloss das Papier am Montag bei 99,96 Euro, ein Minus von 1,26 Prozent. Die Marktkapitalisierung des Raumfahrt- und Satellitenkonzerns beziffert sich damit auf 1.332,66 Milliarden Euro. An der Nasdaq markierte die Aktie am Montag mit 108,66 US-Dollar intraday ein neues Allzeittief und schloss bei 113,50 US-Dollar – laut Investopedia der bislang tiefste Schlusskurs seit dem Börsengang.
Zwei Termine treiben den Ausverkauf
Anleger blicken auf zwei bevorstehende Ereignisse. Am 4. August legt SpaceX seine ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang vor. Nach Angaben des Analystendienstes The Motley Fool erwarten Analysten einen Verlust von 0,28 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,87 Milliarden US-Dollar. Nur zwei Tage später, am 6. August, endet die Lock-up-Frist für Insider und frühe Investoren. Bis zu 911,5 Millionen Aktien könnten dann verkaufsfähig werden – nach Berechnungen von HSBC würde sich der frei handelbare Anteil der Aktie dadurch von 4,9 auf 11,8 Prozent mehr als verdoppeln. Das Volumen dieser Lock-up-Freigabe beziffert BigGo Finance auf rund 116 Milliarden US-Dollar.
Der Kurs notiert damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 135 US-Dollar beim Börsengang im Juni und mehr als 50 Prozent unter dem Rekordhoch von 225,64 US-Dollar, das die Aktie kurz nach dem Listing erreicht hatte. CNBC bezifferte den seither erodierten Börsenwert auf über 1,2 Billionen US-Dollar – nach Angaben des Portals in etwa die komplette Marktkapitalisierung von Tesla.
Morgan Stanley sieht KI-Sparte bei null bewertet
Besonders kritisch äußert sich Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas zur Künstliche-Intelligenz-Sparte des Konzerns rund um Grok und Cursor. Laut Jonas bewerten Investoren dieses Geschäft derzeit mit null oder sogar negativem Wert, da die hohen Investitionskosten die Erwartungen belasten. Für das erste Quartal 2026 verzeichnete die KI-Sparte einen Umsatz von 818 Millionen US-Dollar bei einem operativen Verlust von 2,47 Milliarden US-Dollar. Das profitable Starlink-Geschäft bleibt laut Jonas dagegen der eigentliche Wertträger des Konzerns. Trotz der Kritik an der KI-Bewertung hält Morgan Stanley an seiner Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar fest. Noch optimistischer positioniert sich Raymond James mit einer Einstufung als starken Kauf und einem Kursziel von 800 US-Dollar – die Bandbreite der Analystenmeinungen fällt damit außergewöhnlich weit auseinander.
Starship-Erfolg ohne Kurswirkung
Positive Nachrichten aus dem Raketenprogramm konnten den Ausverkauf zuletzt nicht bremsen. Der Testflug Starship Flight 13 am 24. Juli setzte erfolgreich 20 Satelliten der neuen Starlink-V3-Generation aus, zündete das Raptor-Triebwerk erneut im All und absolvierte eine kontrollierte Wasserlandung. Auch der Hitzeschild hielt einer höheren Beschleunigung bei der Stresstestung stand. Lediglich beim Super-Heavy-Booster gelang die Zündung nicht aller 13 Triebwerke. Dass die Aktie trotz dieses technischen Erfolgs weiter abrutschte, unterstreicht, wie stark der bevorstehende Lock-up und die Skepsis gegenüber der KI-Bewertung die Stimmung derzeit dominieren.
Leerverkäufer verdienen mit, Musk gibt sich gelassen
Von der Talfahrt profitieren vor allem Leerverkäufer. Reuters berichtete unter Berufung auf Ortex-Daten von einem Buchgewinn der Shortseller von 15,5 Milliarden US-Dollar seit dem Börsengang, bei einer Leerverkaufsquote von 56 Prozent des frei handelbaren Streubesitzes. Unternehmensgründer Elon Musk kommentierte den Kursverfall auf der Plattform X mit den Worten „(Former) Trillionaire“ und verwies auf seine langfristige Investitionsstrategie in Richtung Mars. Parallel hält sich Spekulation um eine mögliche Fusion mit Tesla: Musk hatte auf dem Tesla-Ergebnistelefonat am 22. Juli eine Zusammenlegung nicht ausgeschlossen und wachsende Überschneidungen der beiden Unternehmen betont. Gene Munster von Deepwater Asset Management beziffert die Wahrscheinlichkeit einer solchen Fusion auf 90 Prozent, JPMorgan verweist auf die bereits enge operative Verzahnung beider Konzerne.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 28. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

