13,18 Milliarden Aktien existieren insgesamt. Aber nur knapp fünf Prozent davon sind frei handelbar. Diese künstliche Verknappung trieb den Kurs von SpaceX nach dem Börsengang rasant in die Höhe. Jetzt wendet sich das Blatt. Die ersten Haltefristen fallen bald.
Extreme Bewertung trifft auf knappe Aktien
Der Raumfahrtkonzern bringt rund 2,5 Billionen US-Dollar auf die Waage. Das entspricht mehr als dem Hundertfachen des Umsatzes. Bisher stützte das extrem geringe Angebot den Kurs. Insider und Leerverkaufsbeschränkungen hielten das Papier in den ersten Handelstagen künstlich oben.
Der Ausgabepreis lag bei 135 US-Dollar. In der Spitze schoss der Kurs auf über 225 US-Dollar. Zuletzt setzte allerdings eine deutliche Korrektur ein. Am Mittwoch und Donnerstag verlor das Papier jeweils rund sechs bis sieben Prozent. Die erste Euphorie weicht der Realität.
Das Risiko der Haltefristen
Das wahre Risiko lauert in den kommenden Wochen. Die erste Haltefrist für Altaktionäre ist an die Ergebnisse des zweiten Quartals gekoppelt. Dieses endet am 30. Juni. Danach könnten bis zu 912 Millionen neue Aktien auf den Markt strömen. Ein massiver Angebotsschock.
Parallel dazu hoffen Investoren auf die großen Indexanbieter. Nasdaq und Russell haben ihre Regeln für neue Mega-Caps bereits angepasst. Eine schnelle Aufnahme in wichtige Indizes würde passive Käufer anlocken. Diese Nachfrage muss zwingend eintreffen, bevor die Altaktionäre Kasse machen.
Makro-Daten bestimmen die Richtung
Neben der reinen Aktienstruktur rückt das makroökonomische Umfeld in den Mittelpunkt. SpaceX wird als wachstumsstarker Technologie-Wert gehandelt. Solche Papiere reagieren extrem sensibel auf Zins- und Inflationserwartungen.
Am Donnerstag, den 25. Juni, stehen in den USA wichtige Wirtschaftsdaten an. Die Regierung veröffentlicht neue Zahlen zur Inflation und zum Wirtschaftswachstum. Fallen diese Daten robust aus, rechtfertigt das die hohe Bewertung. Enttäuschen sie, droht ein schneller Test des ersten Handelsschlusskurses bei knapp 161 US-Dollar.
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