Der Raumfahrtkonzern SpaceX hat zum Wochenausklang einen weiteren operativen Meilenstein im Regierungsgeschäft gesetzt. Am Freitag startete das Unternehmen vom US-Stützpunkt Vandenberg aus die als geheim eingestufte Mission USSF-481 für die U.S. Space Force.

Die Erststufe der Falcon-9-Trägerrakete landete nach dem Start planmäßig auf dem unbemannten Bergungsschiff „Of Course I Still Love You“. Während das Verteidigungsgeschäft reibungslos läuft, sorgten jüngste Analystenüberlegungen für zusätzliche Diskussionen am Markt.

Spekulationen über Verknüpfung mit Tesla

Analysten von Barclays brachten am Donnerstag eine engere Verbindung zwischen SpaceX und dem Elektroautobauer Tesla ins Gespräch. Ein entsprechendes Zusammengehen könnte nach Einschätzung des Analysehauses bereits in diesem Herbst verkündet werden. Als zentralen Treiber hinter einem solchen Schritt sehen die Experten das Thema künstliche Intelligenz.

Es handelt sich bei diesem Szenario ausdrücklich um Spekulationen von Barclays und nicht um einen angekündigten oder bestätigten Deal. Dennoch verdeutlichen die Überlegungen, welche strategische Bedeutung Beobachter den Synergien zwischen den Technologieunternehmen beim Ausbau von Rechen- und Netzwerkstrukturen beimessen.

Hohe Taktzahl bei Flügen und Technologieerprobung

Im operativen Alltag verzeichnete SpaceX zuletzt eine hohe Flugdichte für zivile und militärische Auftraggeber. Bereits am Dienstag transportierte das Unternehmen mit dem Flug CRS-35 mehr als 6.300 Pfund an Nachschub und Ausrüstung für die NASA zur Internationalen Raumstation ISS.

Parallel dazu schreitet die Weiterentwicklung des Starship-Programms voran. Am Dienstag holte SpaceX den Flugkörper Ship 40 nach absolviertem Einsatz zurück an die Startbasis. Ingenieure erhalten damit Gelegenheit, das Verhalten der Hitzeschilde und Strukturen nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre detailliert auszuwerten.

Strategischer Ausbau trifft auf Kursdelle

Die jüngsten Missionen folgen auf wichtige Weichenstellungen im Telekommunikationsbereich: Vor rund zwei Wochen sicherte sich SpaceX den Zugriff auf ein landesweites 800-MHz-Frequenzportfolio, für das Reuters eine Barkomponente von rund 8 Milliarden $ nannte. Zudem genehmigte die US-Telekombehörde FCC vor rund zwei Wochen den Betrieb mobiler Satellitensysteme für die direkte Kommunikation mit Endgeräten.

An den Märkten zeigte sich das Papier zuletzt dennoch unter Druck. Am Freitag schloss der Titel bei 129,96 Euro, was einem Tagesverlust von 1,9 Prozent entsprach. Über die Spanne von sieben Tagen summiert sich der Rückgang damit auf 10 Prozent. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die dichte Abfolge staatlicher Aufträge und die Fortschritte beim Starship-System für eine Stabilisierung sorgen können.