Medienberichten zufolge setzen das Auslaufen von Haltefristen für 328,4 Millionen Aktien sowie Berichte über geplante Insider-Verkäufe das Papier von SpaceX unter Druck. Neben der Ausweitung des frei handelbaren Angebots belasten auch Bewertungsbedenken die Stimmung. Im gestrigen Handel verbuchte die Aktie eine Tagesveränderung von -3,4 % und schloss bei 130,34 €.

Marktteilnehmer beobachten nun genau, in welchem Umfang Altaktionäre ihre Bestände über den Markt abstoßen.

Zwischen kurzfristigen Angebotsüberhängen und dem Handelsgeschehen präsentiert sich die operative Entwicklung des Raumfahrtkonzerns davon weitgehend unberührt. Das Kerngeschäft liefert kontinuierlich neue Großaufträge, während das Unternehmen technisch vor anstehenden Meilensteinen steht.

Großauftrag der NASA stärkt Raumfahrt-Sparte

Für fundamentale Unterstützung auf der Einnahmenseite sorgte zuletzt die US-Weltraumbehörde. Die NASA gab am 18. September einen Auftrag über 946 Millionen $ für drei zusätzliche bemannte Flüge zur Internationalen Raumstation bekannt.

Die vertragliche Anpassung umfasst die Missionen Crew-15, Crew-16 und Crew-17. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der fest vereinbarten Rotationsflüge für das Raumfahrtunternehmen auf 17. Der Ausbau der Zusammenarbeit sichert SpaceX eine langfristige Auslastung der bemannten Raumkapseln im erdnahen Orbit.

Starship und Startfrequenz im Fokus

Parallel richtet sich das Augenmerk der Branche auf Texas, wo der Super-Heavy-Booster am Montag an der Startrampe eingetroffen ist. Am kommenden Montag, dem 28. September, steht um 12:15 GMT der erste orbitale Start des Starship-Systems mit einer operativen Fracht an.

Bei dieser Mission sollen 26 Starlink-V3-Satelliten ins All transportiert werden. Jede dieser Einheiten soll das Netzwerk um 1 Tbps erweitern, was die Gesamtkapazität der Konstellation mit einem Schlag um 26 Tbps steigert. Zuvor hatte SpaceX den Flugtermin für den Test ohne Angabe von Gründen von Mitte des Monats auf Ende September verlegt.

Auch im laufenden Flugbetrieb bleibt der Takt unverändert hoch. Neben Frachten für die U.S. Space Force brachte das Unternehmen am 13. September die 700. Falcon-Rakete auf den Weg, um Satelliten für den Betreiber SES ins All zu befördern. Ob diese operativen Erfolge den aktuellen Verkaufsdruck an den Märkten zeitnah ausgleichen können, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen.