Spotify Aktie: Gewinnsprung überzeugt

Spotify meldet einen verdreifachten Nettogewinn für Q4 2025, getrieben von einem Rekord-Nutzerzuwachs und Preisanpassungen. Die Prognosen für Q1 übertreffen die Erwartungen beim operativen Gewinn.

Spotify Aktie
Kurz & knapp:
  • Nettogewinn verdreifacht sich auf 1,2 Milliarden Euro
  • Rekordwachstum bei monatlich aktiven Nutzern
  • Operativer Gewinn steigt um fast 50 Prozent
  • Neue Co-CEOs setzen auf KI und Video-Podcasts

Der schwedische Streaming-Riese überrascht mit starken Zahlen für das Schlussquartal 2025. Die Aktie schoss im vorbörslichen Handel zeitweise um 18 Prozent nach oben – ein deutliches Signal, dass die Anleger mit den vorgelegten Ergebnissen mehr als zufrieden sind.

Besonders bemerkenswert: Die Nutzerbasis wuchs kräftiger als erwartet. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer kletterte um elf Prozent auf 751 Millionen. Allein im vierten Quartal kamen 38 Millionen neue Nutzer hinzu – ein Rekordwert, der vor allem dem beliebten Jahresrückblick-Feature „Wrapped“ zu verdanken ist.

Preiserhöhungen treiben Gewinn

Der operative Gewinn legte um fast die Hälfte auf 701 Millionen Euro zu. Verantwortlich dafür waren neben dem Nutzerwachstum vor allem die Preisanpassungen in über 150 Märkten im Jahr 2025. In den USA kostet das Premium-Abo mittlerweile 12,99 Dollar – einen Dollar mehr als zuvor. Auch in Estland und Lettland zog Spotify die Preise an.

Während die Werbeeinnahmen im Jahresvergleich um vier Prozent sanken, stiegen die Erlöse mit Abonnenten um acht Prozent. Die Betriebskosten gingen sogar um zehn Prozent zurück. Ein Grund: geringere Sozialbeiträge, da Spotify zur Mitarbeitervergütung eigene Aktien einsetzt, deren Kurs gefallen war.

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Unter dem Strich verdreifachte sich der Nettogewinn auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Neben dem starken operativen Ergebnis trug auch ein verbessertes Finanzergebnis dazu bei.

Führungswechsel und KI-Strategie

Die Zahlen sind die ersten seit dem Führungswechsel im Januar: Gründer Daniel Ek übergab die Co-CEO-Positionen an Gustav Söderstrom und Alex Norstrom und wechselte in die Rolle des Executive Chairman.

Die neuen Co-CEOs setzen auf Innovation: Der KI-gestützte „Interactive DJ“ hat bereits über 98 Millionen zahlende Abonnenten erreicht und sorgte für vier Milliarden Stunden Nutzungszeit. Zudem investiert Spotify verstärkt in Video-Podcasts – unter anderem durch eine Partnerschaft mit Netflix – und expandiert über Hörbücher hinaus in physische Bücher.

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Für das laufende erste Quartal rechnet das Unternehmen mit einem operativen Gewinn von 660 Millionen Euro. Das liegt über den Analystenerwartungen von 652,3 Millionen Euro. Die Nutzerbasis soll auf 759 Millionen klettern – auch hier übertreffen die Prognosen die Marktschätzungen.

Allerdings: Das Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 4,53 Milliarden Euro war das schwächste seit dem Börsengang 2018. Die Umsatzprognose für das erste Quartal liegt mit 4,5 Milliarden Euro leicht unter den Erwartungen. Und bei den Premium-Abonnenten rechnet Spotify mit einem Zuwachs von nur drei Millionen auf 293 Millionen – weniger als von Analysten erhofft.

„Wir sehen viel mehr Wachstum aus Schwellenländern kommen“, erklärte Co-CEO Norstrom. Das dürfte sich auch in den kommenden Quartalen fortsetzen.

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