Der Koblenzer Spezialist für Motion-Control-Lösungen hat die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 vorgelegt – und die fallen schwächer aus als erhofft. Der Umsatz brach im Zeitraum Oktober bis Dezember um 10,7 Prozent auf 291,1 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal waren es noch 326 Millionen Euro gewesen.
Besonders bitter: Mehr als ein Drittel des Rückgangs geht auf das Konto negativer Währungseffekte, allen voran der schwache US-Dollar. Organisch liegt das Minus bei 7 Prozent – und hier zeigt sich das eigentliche Problem.
China-Geschäft bricht massiv ein
Der größte Belastungsfaktor war die Region Asien-Pazifik. Hier sackte der Umsatz von 86,9 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 60,3 Millionen Euro ab. Das entspricht einem Rückgang von über 30 Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem das schwache China-Geschäft, das unter der anhaltenden Flaute in der dortigen Automobilindustrie leidet.
Auch in den Americas ging es bergab: Der Umsatz fiel um 5,7 Prozent auf 107,2 Millionen Euro. Einzig die Region EMEA hielt sich stabil bei 123,6 Millionen Euro – nahezu unverändert zum Vorjahr.
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Profitabilität unter Druck
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rutschte um fast 23 Prozent auf 29,3 Millionen Euro ab. Die entsprechende Marge verschlechterte sich von 11,6 auf 10,1 Prozent. Unterm Strich blieb ein Gewinn von nur noch 8,1 Millionen Euro übrig – nach 14,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal.
Besonders auffällig: Während die EBIT-Marge in EMEA dank Kostensenkungen sogar auf 10,8 Prozent stieg, brach sie in den Americas von 8,5 auf 4,7 Prozent regelrecht ein. Grund dafür waren höhere Personalkosten.
Automotive bleibt Problemzone
Nach Geschäftsbereichen betrachtet zieht sich die Schwäche wie ein roter Faden durch fast alle Segmente. Automotive Powerise verlor 14,8 Prozent, Automotive Gas Spring 12,7 Prozent. Auch Industrial Components (minus 4,1 Prozent) und Industrial Automation (minus 12 Prozent) konnten sich dem negativen Trend nicht entziehen.
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Lichtblick war einzig der Bereich Aerospace, Marine & Rail mit einem Plus von 16 Prozent. Doch dieser Sektor macht nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus und kann die Verluste in den Kernbereichen nicht kompensieren.
Cashflow überrascht positiv
Eine erfreuliche Nachricht gab es dennoch: Der bereinigte Free Cashflow sprang deutlich von 8,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 23,9 Millionen Euro nach oben. Das Management führt dies auf konsequentes Kostenmanagement und strenge Fokussierung auf Effizienz zurück.
Prognose bestätigt – reicht das?
Trotz des schwachen Quartalsauftakts hält Stabilus an der Jahresprognose fest: Der Umsatz soll zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro liegen, die bereinigte EBIT-Marge zwischen 10 und 12 Prozent. Der bereinigte Free Cashflow wird mit 80 bis 110 Millionen Euro veranschlagt.
Die Aktie reagierte am Montag zunächst mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 19 Euro. Doch die Frage bleibt: Kann das Unternehmen seine Ziele in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld tatsächlich erreichen? Das China-Geschäft dürfte kurzfristig kaum auf die Beine kommen, und auch die globale Automobilindustrie sendet keine Signale der Besserung.
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