Rund 1,1 Milliarden $ an Fremdkapital stehen für das Vorhaben South West Arkansas im Raum. Nachdem das Gemeinschaftsunternehmen Smackover Lithium die vertraglichen Abnahmemengen gesichert hat, wendet sich das Bündnis aus Standard Lithium und dem Partner Equinor nun dem Abschluss der Projektfinanzierung zu. Für das Vorhaben markiert dieser Schritt einen strategischen Übergang in die nächste Phase der Umsetzung.

Abnahmesockel schafft Basis für Fremdkapital

Medienberichten zufolge bildet das Erreichen der Abnahmeziele das Fundament, um die Verhandlungen über das Kreditpaket abzuschließen. Die Partnerschaft Smackover Lithium hatte am Montag eine verbindliche Vereinbarung mit dem Rohstoffhändler Trafigura nachverhandelt. Die Erweiterung umfasst eine Option auf zusätzliche Lieferungen von batteriefähigem Lithiumcarbonat über eine Laufzeit von zehn Jahren.

Konkret sichert die neue Option bis zu 4.000 Tonnen pro Jahr ab. Zusammen mit der ursprünglichen Zusage von Trafigura und dem Abnahmevertrag mit LG Energy Solution von vor rund einem Monat belaufen sich die potenziellen Zusagen auf 20.000 Tonnen jährlich. Damit übertreffen die Mengen das ursprüngliche Ziel des Projekts South West Arkansas, das bei 18.000 Tonnen lag.

Standard Lithium reichte zu dieser Vertragsanpassung eine Pflichtmitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Für das Bündnis mit Equinor ist der gesicherte Absatz eine wichtige Voraussetzung für die Kreditverhandlungen. Die vertraglich vereinbarten Mengen dienen als Absicherung gegenüber potenziellen Geldgebern für den Bau der Anlagen.

Zurückhaltung an der Börse und Vorbereitungen vor Ort

Am Kapitalmarkt spiegelt sich dieser Fortschritt bislang kaum wider. Die Aktie von Standard Lithium notiert im heutigen Handel bei 1,59 Euro und weist seit Jahresbeginn ein Minus von 60 Prozent auf. Die Marktteilnehmer verharren mit Blick auf die verbleibenden Umsetzungsschritte vorerst in einer abwartenden Haltung.

Parallel zu den Finanzierungsgesprächen bereitet das Konsortium die personellen Grundlagen in der Region vor. Bereits am 22. September griffen Medienberichte die Bedeutung des Vorhabens für die regionale Wirtschaft auf.

Standard Lithium arbeitet vor Ort mit der Southern Arkansas University und dem South Arkansas Community College zusammen. Über gemeinsame Programme soll der Bedarf an Fachkräften für die Produktion gesichert werden. Für das Gesamtprojekt peilt die Partnerschaft eine finale Investitionsentscheidung im späteren Verlauf des Jahres 2026 an.