Investitionsentscheidung bis Jahresende im Visier

Standard Lithium treibt die Vorbereitungen für sein Vorzeigeprojekt im US-Bundesstaat Arkansas voran. Bei einer Präsentation auf der Lytham Partners Fall Investor Conference am Dienstag bekräftigte das Unternehmen den Zeitplan für das Southwest-Arkansas-Projekt: Die finale Investitionsentscheidung soll weiterhin bis zum Jahresende fallen. Das Vorhaben befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und hat noch keine kommerzielle Produktion aufgenommen. Als Zielmarke für die erste Förderung peilt das Unternehmen das Jahr 2029 an.

Fortschritte gibt es parallel bei der technischen Validierung des künftigen Rohstoffs. Wie Nano One am 22. September mitteilte, wurde Lithiumcarbonat aus dem Southwest-Arkansas-Projekt für die Herstellung von LFP-Kathodenmaterial und Testbatteriezellen genutzt. Erste Testergebnisse ergaben dabei eine Entladekapazität von rund 155 mAh/g im ersten Zyklus.

Abnahmeverträge und Equinor-Partnerschaft

Derartige Materialtests sind für Entwicklungsgesellschaften im Rohstoffsektor wichtig, da potenzielle Kunden die Qualität des batteriefähigen Materials im Vorfeld verifizieren müssen. Standard Lithium stützt sich bei der weiteren Umsetzung auf ein industrielles Netzwerk.

Das Vorhaben wird über Smackover Lithium vorangetrieben, ein Gemeinschaftsunternehmen von Standard Lithium und Equinor. Die Partner haben bereits verbindliche Vereinbarungen geschlossen.

Die Vereinbarung mit Trafigura sieht die Option vor, das jährliche Volumen um bis zu 4.000 zusätzliche Tonnen batteriefähiges Lithiumcarbonat aufzustocken. Dadurch steigt das maximale Lieferkontingent für den Händler auf jährlich 12.000 Tonnen.

Zusammen mit dem vor rund einem Monat besiegelten Abkommen mit LG Energy Solution erreichen die potenziellen Lieferzusagen insgesamt 20.000 Tonnen pro Jahr.

Personalsuche und verhaltener Aktienkurs

Neben den operativen Fortschritten steht im Führungsgremium eine Neubesetzung an. Nach dem Ausscheiden von Karen Narwold aus dem Aufsichtsgremium läuft die Suche nach einem neuen Mitglied für das Board.

An den Märkten überwiegt trotz der Abnahmevereinbarungen die Zurückhaltung mit Blick auf die mehrjährige Entwicklungsphase bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme. Die Aktie von Standard Lithium notiert bei 1,66 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen Rückgang um 58 Prozent. Der Wert liegt damit 7,1 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.