Strategy Aktie: Bitcoin-Turbo

Strategy erhöht seinen Bitcoin-Bestand auf über 720.000 Coins und profitiert von regulatorischen Signalen aus den USA, während das Finanzierungsmodell weiterhin Kapital benötigt.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Unternehmen kauft in kurzer Zeit tausende Bitcoin
  • US-Politik schafft freundlicheres Regulierungsumfeld
  • Finanzierung erfolgt über Aktien- und Anleiheemissionen
  • Aktienkurs zeigt kurzfristig deutliche Aufwärtsbewegung

Strategy rückt diese Woche wieder stärker ins Rampenlicht – nicht wegen des Softwaregeschäfts, sondern wegen einer Serie neuer Bitcoin-Käufe und Rückenwind aus Washington. Dazu kommt: Institutionelle Investoren scheinen sich zunehmend mit dem Titel anzufreunden. Doch wie nachhaltig ist diese Erholung, wenn das Unternehmen weiter Kapital aufnehmen muss?

Rückenwind aus dem Weißen Haus

Ein Treiber der jüngsten Bewegung ist die US-Politik. Präsident Donald Trump forderte US-Banken am Mittwoch, sie sollten das Genius Act nicht länger „bedrohen“ und stattdessen einen Deal mit der Kryptoindustrie anstreben. Flankiert wird das von seiner Unterstützung für den Clarity Act, der den Kompetenzstreit zwischen SEC und CFTC entschärfen soll.

Für Strategy ist das mehr als nur Schlagzeile: Ein klarerer Regulierungsrahmen könnte Banken eher dazu bringen, als Verwahrer (Custodians) aufzutreten – und damit auch großen Anlegergruppen wie Pensionsfonds den Einstieg in den Kryptomarkt erleichtern. Als größter корпоративer Bitcoin-Halter würde das Umfeld damit tendenziell freundlicher.

STRC bringt frisches Geld – und neue Coins

Parallel dreht sich die „Bitcoin-Maschine“ weiter. Am Dienstag platzierte Strategy weitere Stücke seiner unbefristeten Vorzugsaktie „Stretch“ (STRC) und kaufte damit rund 1.000 Bitcoin – laut Quelle die größte Ein-Tages-Akkumulation seit Handelsstart des Instruments im Juli 2025. Zusammen mit den Vortagskäufen lag der Zukauf in zwei Tagen bei etwa 1.762 Bitcoin.

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Auch das größere Bild ist beachtlich: Zwischen dem 23. Februar und dem 1. März erwarb das Unternehmen weitere 3.015 Bitcoin für rund 204,1 Mio. US-Dollar (Ø knapp 67.700 US-Dollar je Coin). Der Bestand stieg damit auf 720.737 Bitcoin – das entspricht laut Artikel mehr als 3,4% der fixen Gesamtmenge von 21 Mio. Bitcoin. Seit 2020 summieren sich die Investitionen in diese Reserve auf etwa 54,77 Mrd. US-Dollar, bei durchschnittlichen Anschaffungskosten von rund 75.985 US-Dollar je Bitcoin.

Finanziert wird das über eine Kapital- und Anleihe-Logik, die aus dem Ende 2024 gestarteten „21/21 Plan“ hervorging: Ziel sind 42 Mrd. US-Dollar, je zur Hälfte über Eigenkapital und festverzinsliche Instrumente. In einem 8-K für den Zeitraum 23. Februar bis 1. März meldete Strategy zuletzt unter anderem den Verkauf von 71.590 STRC-Anteilen (netto ca. 7,1 Mio. US-Dollar) sowie die Ausgabe von 1.730.563 Class-A-Aktien (ca. 229,9 Mio. US-Dollar).

Dividende rauf, Institutionelle bleiben dabei

Um STRC attraktiv zu halten, erhöhte Strategy den Vorzugsdividenden-Satz zum 1. März von 11,25% auf 11,50% p.a. – die siebte Anhebung in Folge seit Juli 2025. Das unterstreicht, wie zentral dieses Instrument für die Finanzierung ist: Zugang zu Kapital – aber zu einem Preis, der einkommensorientierte Käufer bei Laune halten muss.

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Ein weiterer Stabilitätsfaktor kam bereits im Januar: MSCI behielt Strategy nach intensiver Prüfung in seinen großen Indizes. Das verhinderte laut Artikel rund 2 Mrd. US-Dollar an potenziellen Zwangsverkäufen durch passive Fonds. Zudem erhöhten große Vermögensverwalter wie Amundi ihre Positionen zuletzt deutlich (im Text: um über 370%).

Operativ lieferte das Quartal bis Dezember 2025 zumindest ein Stück Normalität: Der Umsatz lag bei 122,99 Mio. US-Dollar und damit leicht über den Erwartungen sowie über dem Vorjahr. Gleichzeitig verzerrten neue Fair-Value-Regeln das Ergebnis massiv: Für Q4 2025 wurde ein Nettoverlust von 12,4 Mrd. US-Dollar ausgewiesen – getrieben von nicht realisierten Schwankungen bei digitalen Vermögenswerten.

Am Markt spiegelt sich die jüngste Aufwärtsbewegung in der Aktie zumindest kurzfristig wider: In den letzten 7 Tagen liegt der Kurs rund 10% im Plus.

Unterm Strich bleibt Strategy vor allem ein gehebelter Stellvertreter für die Bitcoin-Stimmung: Wiederkehrende Kaufmeldungen werden zunehmend als „Routine-Update“ wahrgenommen, während Richtung und Volatilität von Bitcoin den Ton angeben. Gleichzeitig rückt 2026 stärker die Strukturfrage in den Vordergrund: Wie lange kann dieses Modell als „digitales Treasury“ funktionieren, wenn Wachstum regelmäßig über neue Aktien und Vorzüge finanziert wird?

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