Das Ziel ist historisch: Strategy will eine Million Bitcoin in seiner Bilanz vereinen. Um diesen Meilenstein zu erreichen, verändert das Unternehmen jedoch radikal seine Finanzierungsstruktur. Statt gewöhnlicher Aktien rücken nun teure Vorzugspapiere in den Fokus – ein Strategieschwenk, der die jährlichen Verpflichtungen in Milliardenhöhe treibt und am Markt für Skepsis sorgt.
Die neue Finanzierungsstruktur
Letzte Woche markierte einen Wendepunkt in der Kapitalbeschaffung. Erstmals nutzte Strategy seine Vorzugsaktien der Serie STRC als primäres Instrument für Bitcoin-Käufe. Mit Einnahmen von 1,18 Milliarden US-Dollar übertrafen diese Papiere die Verkäufe von Stammaktien in Höhe von 396 Millionen US-Dollar deutlich. Diese Verschiebung hat einen direkten Preis: Da das ausstehende Volumen der Vorzugsaktien die Marke von 10 Milliarden US-Dollar überschritten hat, belaufen sich die jährlichen Dividendenverpflichtungen mittlerweile auf über eine Milliarde US-Dollar.
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Das frische Kapital fließt direkt in den weiteren Ausbau der Krypto-Reserven. Zwischen dem 9. und 15. März erwarb das Unternehmen weitere 22.337 Bitcoin. Damit wächst der Gesamtbestand auf 761.068 Token an. Um das inoffizielle Ziel von einer Million Bitcoin – was fast fünf Prozent der maximalen Umlaufmenge entspräche – bis Ende 2026 zu erreichen, ist ein anhaltend hohes Kauftempo nötig. Basierend auf historischen Durchschnittswerten und der aktuellen Liquidität halten Marktbeobachter das Erreichen dieser Schwelle im September 2026 für ein realistisches Szenario.
Bewertungsabschlag und Kursdruck
Obwohl das Unternehmen unermüdlich zukauft, spiegelt der Aktienkurs diese Expansion aktuell nicht wider. Der Titel verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 2,75 Prozent auf 116,60 Euro und notiert damit gut 70 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Tatsächlich bewertet der Markt Strategy derzeit mit einem Abschlag. Die Marktkapitalisierung liegt unter dem Wert der gehaltenen Bitcoin, was sich in einem Net Asset Value (mNAV) von 0,81 ausdrückt.
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Kritiker bemängeln, dass die starke Abhängigkeit von hochverzinslichem Vorzugskapital bei anhaltenden Buchverlusten zu einer schwer tragbaren Belastung werden könnte. Bei den aktuellen Krypto-Preisen belaufen sich diese nicht realisierten Verluste auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Erste Warnsignale zeigen sich bereits bei den STRC-Papieren, die zuletzt an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar gehandelt wurden.
Um die ehrgeizigen Ziele dennoch zu finanzieren, hat das Management den sogenannten „42/42“-Plan aufgelegt. Dieser sieht bis 2027 kombinierte Aktienangebote und Wandelanleihen im Wert von 84 Milliarden US-Dollar vor. Die erfolgreiche Umsetzung dieses massiven Kapitalbedarfs hängt nun direkt von drei konkreten Faktoren ab: der regulatorischen Toleranz für diese wachsende Marktkonzentration, der weiteren Preisentwicklung von Bitcoin und der anhaltenden Bereitschaft der Investoren, die neuen Vorzugspapiere trotz erster Preisabschläge aufzunehmen.
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