Eine Woche voller Widersprüche: Strategy kaufte erneut massiv Bitcoin — und verkaufte gleichzeitig eigene Aktien, um den Kauf zu finanzieren. Ein Vorstandsmitglied trennte sich ebenfalls von Anteilen. Das Ergebnis ist ein Unternehmen, das seinen Bitcoin-Bestand konsequent ausbaut, dabei aber die Verwässerung für bestehende Aktionäre stetig vorantreibt.
Neuer Bitcoin-Kauf, alter Mechanismus
Zwischen dem 1. und 5. April 2026 erwarb Strategy 4.871 Bitcoin für rund 330 Millionen US-Dollar — zu einem Durchschnittspreis von 67.718 Dollar pro Coin. Der Gesamtbestand klettert damit auf 766.970 BTC, was etwa 3,8 Prozent des gesamten umlaufenden Bitcoin-Angebots entspricht.
Finanziert wurde der Kauf größtenteils durch Aktienverkäufe: 1.027.255 Anteile der STRC-Aktie brachten rund 102,6 Millionen Dollar ein, weitere 593.294 MSTR-Aktien generierten 72 Millionen Dollar. Das Muster ist bekannt — und es wiederholt sich.
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Milliardenverlust als Dauerthema
Der aggressive Aufbau des Bitcoin-Schatzes hat seinen Preis. Zum 5. April 2026 lag der durchschnittliche Einstandspreis aller gehaltenen Bitcoin bei 75.644 Dollar pro Coin — deutlich über dem aktuellen Marktpreis. Für das erste Quartal 2026 wies Strategy einen unrealisierten Verlust auf digitale Vermögenswerte von 14,46 Milliarden Dollar aus, dem ein latenter Steuerertrag von 2,42 Milliarden Dollar gegenübersteht.
Management und Investoren wissen das. Und trotzdem kauft Strategy weiter.
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Insider-Verkauf als Randnotiz
Parallel zum Bitcoin-Kauf trennte sich Vorstandsmitglied Jarrod M. Patten am 7. und 8. April von insgesamt 2.100 Aktien — zu Durchschnittspreisen zwischen rund 123 und 132 Dollar. Zuvor hatte er 2.100 Optionen zu je 18,65 Dollar ausgeübt. Nach den Transaktionen hält Patten noch direkt 28.000 Aktien. Insider-Verkäufe können viele Gründe haben — Diversifikation, Steuern, persönliche Planung — und müssen kein Misstrauensvotum gegenüber dem Unternehmen sein.
Enormes Verwässerungspotenzial bleibt bestehen
Was langfristig stärker ins Gewicht fällt, ist das verbleibende Volumen der laufenden Aktienplatzierungsprogramme. Allein für MSTR-Aktien besteht noch eine Kapazität von 27,1 Milliarden Dollar, für STRC-Anteile weitere 22,6 Milliarden Dollar. Solange Strategy seinen Bitcoin-Kurs beibehält, bleibt die Aktienverwässerung ein strukturelles Merkmal des Geschäftsmodells — kein Ausnahmefall.
Die 14 Analysten, die das Papier mit Kaufempfehlung versehen, sehen im Schnitt ein Kursziel von 374 Dollar. Die Spanne reicht dabei von 175 bis 705 Dollar — ein Beleg dafür, wie unterschiedlich Marktteilnehmer ein Unternehmen bewerten, dessen Wert nahezu vollständig an eine einzige, hochvolatile Anlage gekoppelt ist.
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