Um den unstillbaren Hunger nach weiteren Bitcoin-Käufen zu finanzieren, greift Strategy zu drastischen Maßnahmen am Kapitalmarkt. Das Unternehmen hat ein massives Finanzierungsprogramm im Wert von über 44 Milliarden US-Dollar aufgelegt und strukturiert dafür seine Vorzugsaktien grundlegend um. Während Analysten langfristig optimistisch bleiben, wächst bei den Aktionären die Sorge vor einer Verwässerung ihrer Anteile.
Die neue Kapitalstruktur
Im Zentrum der Umstrukturierung steht ein neues „At-the-Market“-Programm. Die angestrebte Summe teilt sich wie folgt auf:
- 21 Milliarden US-Dollar in regulären A-Aktien
- 21 Milliarden US-Dollar in STRC-Vorzugsaktien
- 2,1 Milliarden US-Dollar in STRK-Vorzugsaktien
Um diese Papiere am Markt zu platzieren, erweiterte das Unternehmen sein Konsortium auf nun 19 Vertriebspartner. Auffällig ist die klare Verschiebung zugunsten der STRC-Papiere, die Anlegern eine jährliche Bardividende von 11,5 Prozent garantieren. Das Unternehmen nutzt diese Vorzugsaktien zunehmend als eine Art digitalen Kredit, um den Kapitalmarkt in eine Maschine zur Bitcoin-Beschaffung zu verwandeln.
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Bitcoin-Käufe und Verwässerungsrisiko
Die eingenommenen Mittel fließen fast nahtlos in den Erwerb weiterer Kryptowährungen. Allein in der vergangenen Woche sicherte sich Strategy weitere 1.031 Bitcoin, womit der Gesamtbestand auf über 762.000 Coins anwächst. Allerdings hat sich das Kauftempo im Vergleich zu den Vorwochen, in denen Milliardenbeträge investiert wurden, deutlich verlangsamt.
Die aggressive Finanzierungsstrategie birgt Schattenseiten. Die Kombination aus hohen Dividendenverpflichtungen für die Vorzugsaktien und der Ausgabe neuer Stammaktien erzeugt einen erheblichen Verwässerungsdruck. Dies spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Mit einem gestrigen Schlusskurs von 120,25 Euro hat das Papier auf Sicht von zwölf Monaten rund 60 Prozent an Wert verloren.
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Was die Wall Street erwartet
Trotz der Kursverluste halten Analysten an der Strategie fest. Im Durchschnitt sehen Experten das Kursziel bei rund 374 US-Dollar, gestützt von 14 Kaufempfehlungen. Investmentbanken wie Texas Capital betrachten das Unternehmen weiterhin als führenden Verwalter digitaler Vermögenswerte. Sie kalkulieren mit einem jährlichen Bitcoin-Wachstum von etwa zehn Prozent und erwarten, dass Strategy im Jahr 2026 rund 17 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital aufnehmen wird. Gleichzeitig verweisen die Experten auf die Abhängigkeit von externen Finanzierungen, da Bitcoin selbst keine laufenden Erträge abwirft.
Konkrete Einblicke in die finanzielle Belastung durch die neuen Vorzugsaktien liefert der nächste Quartalsbericht. Am 4. Mai 2026 wird Strategy seine Zahlen präsentieren und dabei die genauen Auswirkungen der jüngsten Zukäufe sowie der Dividendenverpflichtungen auf die Bilanz offenlegen.
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