Strategy Aktie: Großinvestoren kaufen

Große Vermögensverwalter wie Amundi stocken ihre Anteile an Strategy deutlich auf, während das Unternehmen weiterhin Bitcoin-Bestände mit neuen Aktien finanziert. Die Aktie bleibt eng an die Kryptowährung gekoppelt.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Amundi erhöht Strategy-Position um 373 Prozent
  • Strategy hält über 717.000 Bitcoin im Bestand
  • Aktienemissionen finanzieren weitere Bitcoin-Käufe
  • Kursverlust von 17 Prozent in 30 Tagen

Während Bitcoin auf ein Mehrmonatstief rutscht, gehen ausgerechnet große Adressen bei Strategy in die Offensive. Europas größter Vermögensverwalter Amundi hat seine Position massiv ausgebaut – und steht damit nicht allein. Was treibt Institutionelle dazu, gerade jetzt bei einem Bitcoin-nahen Titel zuzugreifen?

Amundi stockt massiv auf

Laut den jüngsten 13F-Meldungen an die US-Börsenaufsicht SEC kaufte Amundi im vierten Quartal 2025 rund 3,77 Millionen zusätzliche Strategy-Aktien. Das entspricht einem Plus von 373% und bringt die Gesamtposition auf knapp 4,8 Millionen Aktien.

Zum Jahresende 2025 wurde das Paket in den Unterlagen mit rund 728 Mio. US-Dollar bewertet, spätere Einreichungen lagen näher bei 641 Mio. US-Dollar. Für Amundi, das über 2,3 Billionen Euro verwaltet, zählt das zu den größeren Schritten in Richtung krypto-verbundener Aktien. Auch andere Häuser erhöhten: Jane Street meldete einen Ausbau um 473% auf rund 951.000 Aktien.

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Warum Strategy so stark an Bitcoin hängt

Der Kernpunkt: Strategy ist inzwischen weit mehr Bitcoin-Vehikel als klassisches operatives Unternehmen. Das zeigt sich direkt in der Wahrnehmung am Markt – Gewinne und Bilanzkennzahlen werden stärker von Bitcoin-Preisschwankungen und deren bilanziellen Effekten geprägt. Das erhöht die Volatilität, sowohl fundamental als auch beim Sentiment.

Passend dazu feierte das Unternehmen zuletzt die 100. Bitcoin-Akquisition seit Einführung der Treasury-Strategie. Der jüngste Zukauf: 592 BTC für etwa 39,8 Mio. US-Dollar, finanziert durch den Verkauf von rund 297.940 Stammaktien. Insgesamt sollen sich die Bestände auf 717.722 BTC summieren, angeschafft für rund 54,56 Mrd. US-Dollar – bei zuletzt spürbaren unrealisierte Verlusten.

Das Kalkül der großen Fonds

Für viele Institutionelle ist Strategy vor allem eines: ein liquider, börsennotierter Stellvertreter für Bitcoin-Exposure. Wo direkte Krypto-Investments operativ oder regulatorisch komplizierter sind, wirkt eine aktiv gehandelte Aktie wie eine pragmatische Abkürzung.

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Dazu kommt die Kapitalstruktur: Strategy verfügt laut Bericht noch über rund 7,84 Mrd. US-Dollar an verbleibender Kapazität für die Ausgabe von Stammaktien sowie etwa 37,35 Mrd. US-Dollar in verschiedenen „At-the-market“-Programmen. Das verschafft Spielraum, um weitere Bitcoin-Käufe über neue Aktien zu finanzieren – macht aber auch deutlich, wie eng die Story mit potenzieller Verwässerung und Leverage verknüpft bleibt.

Am Kurs zeigt sich der Druck dennoch: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 109,55 Euro, über 30 Tage steht ein Minus von 17,35% zu Buche.

Zum Monatsende Februar 2026 verdichtet sich damit ein spannender Gegensatz: Institutionelle bauen Positionen aus, während das Unternehmen seinen Bitcoin-Kurs unbeirrt fortsetzt – inklusive weiterer, aktienfinanzierter Zukäufe. Entscheidend wird in den nächsten Wochen sein, ob der Bitcoin-Preis stabilisiert und damit auch die stark daran gekoppelte Aktie etwas Luft bekommt.

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Über Felix Baarz 1914 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.