Strategy hat in der vergangenen Woche seinen bisher größten Bitcoin-Kauf des Jahres abgeschlossen — und gleichzeitig frische Unterstützung von der Wall Street erhalten. Beides zusammen sorgt dafür, dass die Aktie des weltgrößten Bitcoin-Treasury-Unternehmens nach monatelangem Kursverfall wieder Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der Kauf und seine Finanzierung
Zwischen dem 2. und 8. März erwarb Strategy 17.994 Bitcoin für insgesamt rund 1,28 Milliarden US-Dollar — der größte Einzelkauf seit sieben Wochen. Rund 900 Millionen Dollar stammten aus dem Verkauf von Class-A-Stammaktien, weitere 377 Millionen aus dem Verkauf sogenannter „Stretch“-Vorzugsaktien (STRC), die mit einem Abschlag auf den Nennwert platziert wurden.
Genau dieses STRC-Instrument ist ein zentrales Element der Finanzierungsstrategie: Strategy zahlt darauf eine jährliche Dividende von 11,5 Prozent — die siebte Erhöhung seit Produkteinführung. Das Kapital fließt direkt in weitere Bitcoin-Käufe. Das Modell funktioniert, solange Bitcoin schneller steigt als die Zinsverbindlichkeiten wachsen.
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Strategy hält mittlerweile 738.731 BTC, was 3,5 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten liegen bei rund 75.862 Dollar pro Coin, die Gesamtinvestition bei etwa 56 Milliarden Dollar. Liquide Mittel von rund 2,25 Milliarden Dollar stehen als Puffer bereit.
Analysten uneins über Bewertung
B. Riley Securities initiierte die Abdeckung der Aktie am 10. März mit einem Kaufvotum und einem Kursziel von 175 Dollar. Analyst Fedor Shabalin verwies auf den Rückgang des Bewertungsmultiplikators: Die Aktie handelt aktuell beim 1,2-fachen des mNAV — dem Verhältnis von Marktkapitalisierung zu den gehaltenen Bitcoin-Beständen. Auf dem Höhepunkt 2024 lag dieser Wert noch beim 3,4-fachen. Shabalin wertet das als attraktiven Einstiegspunkt.
BTIG-Analyst Andrew Harte bestätigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 250 Dollar. Mizuho blieb ebenfalls bei „Outperform“, senkte das Kursziel aber von 403 auf 320 Dollar — als Reaktion auf den gesunkenen Bitcoin-Preis.
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Aktie weit unter Hochs, aber mit Erholung
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 51 Prozent an Wert verloren und liegt damit deutlich schlechter als Bitcoin selbst, das seit seinem Hoch im Oktober vergangenen Jahres etwa 45 Prozent eingebüßt hat. Vom 52-Wochen-Tief bei 90,74 Euro Anfang Februar hat sich der Kurs inzwischen um gut 31 Prozent erholt.
Belastend wirkt auch das gestiegene Short-Interesse: Es kletterte von einem Jahrestief von 5 Prozent auf zuletzt 12 Prozent — ein Zeichen, dass ein Teil des Marktes weiterhin skeptisch bleibt.
Der weitere Kursverlauf hängt eng an der Bitcoin-Preisentwicklung. Bitcoin nähert sich nach dem jüngsten Kaufimpuls wieder der Marke von 70.000 Dollar. Ob das reicht, um das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückzugewinnen, wird sich an den kommenden Quartalszahlen und der Entwicklung des mNAV ablesen lassen.
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