Strategy Aktie: Kurzanalyse verfügbar

Strategy stockt seine Bitcoin-Reserven durch Kapitalerhöhungen weiter auf und erhöht die Dividende für Vorzugsaktien, während die Finanzierung zunehmend im Fokus steht.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Zukauf von über 3.000 Bitcoin im März
  • Dividende für Vorzugsaktie STRC erneut angehoben
  • Finanzierung über Aktien- und Vorzugsemissionen
  • Gemischte Quartalszahlen mit hohem Buchverlust

Strategy legt im März gleich mehrere Gänge zu: frisches Kapital, neue Bitcoin-Käufe und eine erneut angehobene Dividende für das Vorzugsinstrument STRC. Gleichzeitig sucht das Unternehmen auf seiner Konferenz in Las Vegas die Nähe zu KI-Themen. Doch wie stabil ist dieses Modell, wenn es immer stärker von Finanzierung und Bitcoin-Bewertung abhängt?

Mehr Bitcoin – finanziert über Aktien und Vorzüge

Laut einer SEC-Mitteilung (Form 8-K) kaufte Strategy zwischen dem 23. Februar und 1. März weitere 3.015 Bitcoin für insgesamt 204,1 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei rund 67.700 US-Dollar je Coin. Damit stiegen die Bestände auf 720.737 BTC.

Die Dimension ist inzwischen außergewöhnlich: Seit 2020 flossen laut Unternehmen rund 54,77 Mrd. US-Dollar in den Aufbau der Bitcoin-Reserve, der durchschnittliche Einstand wird mit etwa 75.985 US-Dollar je Bitcoin angegeben. Damit hält Strategy nach eigenen Angaben mehr als 3,4% der fixen Bitcoin-Gesamtmenge von 21 Millionen – und bleibt der größte Corporate-Halter weltweit.

Finanziert wurde der jüngste Zukauf über zwei Kanäle: Zum einen platzierte das Unternehmen im genannten Zeitraum 1.730.563 Class-A-Stammaktien und nahm netto rund 229,9 Mio. US-Dollar ein. Zum anderen verkaufte Strategy 71.590 Stück der variabel verzinsten, unbefristeten Vorzugsaktie STRC (notional 7,2 Mio. US-Dollar; netto 7,1 Mio. US-Dollar). Das Geld wurde zügig für Bitcoin-Käufe eingesetzt.

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STRC im Fokus: Rekordumsatz und nächste Dividendenerhöhung

In der Woche gab es auch bei STRC auffällige Aktivität: Am Dienstag verzeichnete das Papier laut Bericht ein Handelsvolumen von 198,7 Mio. US-Dollar – deutlich über dem 30-Tage-Schnitt von 123,3 Mio. US-Dollar. Strategy nutzte die Platzierungen, um in kurzer Folge schätzungsweise rund 1.762 BTC über zwei Tage zu kaufen.

Parallel hob das Unternehmen die STRC-Dividende zum siebten Mal an: Für März 2026 steigt der annualisierte Satz von 11,25% auf 11,50% (wirksam seit 1. März). Die Botschaft dahinter ist klar: Die Vorzugsstruktur soll weiterhin als verlässlicher Finanzierungsmotor dienen – mit einer Rendite, die Anleger bei der Stange hält.

Für den 31. März 2026 wurden zudem Bardividenden je Aktie angekündigt: 2,50 US-Dollar auf STRF, 0,958333333 US-Dollar auf STRC, 2,50 Euro auf STRE, 2,00 US-Dollar auf STRK und 2,50 US-Dollar auf STRD.

Konferenz und Zahlen: KI-Story trifft Bitcoin-Bilanz

Auf der „Strategy World 2026“ in Las Vegas rückte Strategy neben Bitcoin auch KI und eine „universelle semantische Schicht“ in den Vordergrund. Vorgestellt wurden unter anderem KI- und Business-Intelligence-Ansätze wie „Strategy One“ sowie „Strategy Mosaic“ als übergreifende „Intelligence Layer“ für konsistente Daten-Definitionen und Governance. Das soll die Plattformstory stärken – gerade, weil die öffentliche Wahrnehmung oft primär an der Bitcoin-Reserve hängt.

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Finanziell lieferte das letzte Quartal gemischte Signale: Der Umsatz im Quartal bis Dezember 2025 lag bei 122,99 Mio. US-Dollar und damit leicht über den Erwartungen sowie über dem Vorjahreswert von 120,7 Mio. US-Dollar. Auf der Ertragsseite stand jedoch ein Nettoverlust von 12,4 Mrd. US-Dollar – ausgelöst durch 17,4 Mrd. US-Dollar unrealisierte Digital-Asset-Verluste unter den neuen Fair-Value-Regeln. Wichtig dabei: Diese Verluste sind laut Darstellung überwiegend buchhalterisch und nicht cash-wirksam, weil Bitcoin-Schwankungen direkt durch die GuV laufen.

Strategisch bleibt der Kurs aggressiv: 2025 beschaffte Strategy zur Finanzierung der Zukäufe 25,3 Mrd. US-Dollar. Grundlage ist der „21/21 Plan“ (42 Mrd. US-Dollar, je 21 Mrd. Eigenkapital und festverzinsliche Instrumente), der laut Bericht inzwischen faktisch auf höhere Zielgrößen ausgeweitet wurde.

An der Börse zeigt sich, wie polarisiert die Story ist: Rund 14% des Freefloat sollen leerverkauft sein. Der Kurs schloss am Freitag bei 115,00 Euro (-4,52%) und liegt seit Jahresbeginn bei -14,31%.

Zum Start ins zweite Quartal 2026 dürfte sich daher alles an zwei Stellschrauben entscheiden: dem Tempo weiterer Kapitalaufnahme für neue Bitcoin-Käufe – und der Kennzahl „BTC Yield“, mit der Strategy das Wachstum der Bitcoin-Bestände je (verwässerter) Aktie misst. Für 2025 meldete das Unternehmen hier 22,8% und setzt damit die Messlatte für 2026 hoch.

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