Die Strategy-Aktie legte am Mittwoch um knapp 9 Prozent zu und schloss bei 135,65 Dollar – obwohl das Unternehmen zum meistgeshortetenLarge-Cap-Wert der USA aufgestiegen ist. Der Auslöser: Bitcoin sprang von 64.000 auf über 68.500 Dollar. Doch hinter der Rally verbirgt sich eine brisante Konstellation aus Rekord-Shortpositionen, sieben Milliarden Dollar Buchverlusten und komplexen Handelsstrategien.
14 Prozent Leerverkaufsquote – Spitzenplatz vor Coinbase
Laut Daten von FactSet und Goldman Sachs machen Short-Wetten derzeit rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung von Strategy aus – höher als bei jedem anderen US-Konzern mit mehr als 25 Milliarden Dollar Börsenwert. Noch vor einem Jahr rangierte das Unternehmen außerhalb der Top 50. Selbst Coinbase, auf Platz vier der meistgeshorteten Aktien, kommt nur auf etwa 11 Prozent.
Die hohe Leerverkaufsquote allein ist jedoch kein Zeichen purer Skepsis. Marktbeobachter verweisen auf sogenannte Basis-Trades: Händler kaufen Bitcoin-Spot-ETFs wie BlackRocks IBIT und shorten gleichzeitig Strategy-Aktien, um Preisdifferenzen zu nutzen. Jane Street etwa hält laut 13F-Meldungen über sieben Millionen IBIT-Anteile bei gleichzeitiger Strategy-Position – ein Indiz für marktneutrale Strategien statt echter Baisse-Wetten.
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717.722 Bitcoin, gekauft zu 76.020 Dollar
Strategy hält aktuell 717.722 Bitcoin in der Bilanz, erworben zu einem Durchschnittspreis von rund 76.020 Dollar pro Coin. Bei Bitcoin-Kursen zwischen 64.000 und 68.000 Dollar ergibt sich ein nicht realisierter Verlust von etwa sieben Milliarden Dollar. Erst kürzlich tätigte das Unternehmen seinen 100. Bitcoin-Kauf und erwarb 592 Coins für 39,8 Millionen Dollar.
Executive Chairman Michael Saylor hält an der unbegrenzten Akkumulationsstrategie fest – trotz der massiven Buchverluste. Um die Käufe zu finanzieren, hat Strategy eine komplexe Kapitalstruktur aufgebaut: Neben der Stammaktie existieren mittlerweile vier verschiedene Vorzugsaktien-Instrumente (STRC, STRD, STRK, STRF) mit jährlichen Dividenden zwischen 8 und 11,25 Prozent.
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Institutionelle Anleger uneins
Während einige institutionelle Investoren wie Angeles Wealth Management ihre Positionen reduzierten oder aufgaben, steigen andere neu ein. Die Digitalbank Anchorage Digital gab bekannt, Strategy-Vorzugsaktien in der Bilanz zu halten. Der Vermögensverwalter 21Shares listete zeitgleich ein neues Strategy-ETP an der Euronext Amsterdam.
Die Basis-Trade-Strategie hat 2026 allerdings enttäuscht: Strategy verlor seit Jahresbeginn etwa 20 Prozent, IBIT hingegen 27 Prozent. Das MSTR-zu-IBIT-Verhältnis stieg damit um rund 12 Prozent – Strategy schnitt auf der Abwärtsseite also besser ab als der reine Bitcoin-ETF.
Volatilität als einzige Gewissheit
Die Kombination aus Rekord-Shortpositionen, massivem Bitcoin-Exposure und einem zwischenzeitlichen Krypto-Aufschwung schafft Bedingungen für extreme Kursausschläge in beide Richtungen. Sollte Bitcoin weiter steigen, könnte die hohe Leerverkaufsquote einen Short Squeeze befeuern. Fällt die Kryptowährung hingegen weiter, dürften die ohnehin stark gefallenen Aktien zusätzlich unter Druck geraten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Basis-Trader ihre marktneutralen Positionen halten oder auf direktionale Wetten umschwenken.
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