Strategy hat vergangene Woche für rund 1,28 Milliarden Dollar Bitcoin gekauft – und zieht damit frische Aufmerksamkeit von der Wall Street auf sich. B. Riley Securities hat die Aktie am Montag mit einem Kursziel von 175 Dollar und einer Kaufempfehlung in die Coverage aufgenommen. Der Zeitpunkt ist kein Zufall.
Der Kauf im Detail
Zwischen dem 2. und 8. März erwarb Strategy 17.994 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von rund 70.946 Dollar je Coin. Finanziert wurde der Kauf zu etwa 70 Prozent über die Ausgabe neuer Stammaktien, der Rest über den Verkauf von Vorzugsaktien der Serie „Stretch“ – teils unter Nennwert. Damit hält das Unternehmen nun insgesamt 738.731 BTC, was mehr als 3,4 Prozent des auf 21 Millionen Coins begrenzten Bitcoin-Angebots entspricht. Die kumulierten Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 56 Milliarden Dollar.
Es ist der zweitgrößte Einzelkauf des laufenden Jahres. Den Spitzenplatz hält eine Transaktion vom 20. Januar mit 22.305 BTC.
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Was B. Riley überzeugt – und was nicht
Analyst Fedor Shabalin begründet die Kaufempfehlung mit der „unvergleichlichen Größe, institutionellen Glaubwürdigkeit und disziplinierten Kapitalmarktstrategie“ des Unternehmens. Gleichzeitig räumt er ein, dass der Bitcoin-Sektor unter erheblichem Druck steht: BTC hat seit seinem Hoch von rund 126.000 Dollar im Oktober 2025 rund 45 Prozent verloren. Die Strategy-Aktie hat diesen Rückgang noch übertroffen und ist seit Oktober um mehr als 60 Prozent gefallen.
Das Kursziel von 175 Dollar ist dabei auffällig konservativ. Der Analystenkonsens aus 13 Kaufempfehlungen und einer Halteempfehlung liegt im Schnitt bei 394 Dollar – Benchmark setzt sogar 705 Dollar an, gestützt auf ein Sum-of-the-Parts-Modell, das weitere Bitcoin-Käufe bis Dezember 2026 einkalkuliert.
B. Riley sieht im aktuellen Bewertungsniveau von 1,2-fachen des modifizierten Nettoinventarwerts eine Einstiegsgelegenheit – auf dem Höhepunkt 2024 lag dieser Multiplikator noch bei rund 3,4.
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Kapitalstruktur und Bilanzrisiken
Strategy hat 2025 insgesamt 25,3 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt aufgenommen und war damit der größte Aktienemittent unter den börsennotierten US-Unternehmen – zum zweiten Mal in Folge. Die Kapitalstruktur umfasst neben der Stammaktie fünf Serien von Vorzugsaktien mit Kupons zwischen 8,00 und 11,50 Prozent. Eine Liquiditätsreserve von 2,25 Milliarden Dollar deckt nach eigenen Angaben rund 30 Monate an Zins- und Dividendenzahlungen ab.
Seit der Einführung der neuen FASB-Bilanzierungsregeln fließen Marktwertschwankungen des Bitcoin-Bestands direkt in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Der ausgewiesene Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2025 ist fast vollständig ein buchhalterischer, nicht zahlungswirksamer Effekt – prägt aber die Wahrnehmung des Unternehmens erheblich.
Prognose-Märkte sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 88,5 Prozent, dass Strategy 2026 keinen Margin Call erleidet. Ob Bitcoin bis Jahresende die Marke von 100.000 Dollar erreicht, wird mit 38,5 Prozent Wahrscheinlichkeit eingeschätzt – ein Szenario, das für die Bewertung der Aktie entscheidend wäre.
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