Das Unternehmen Strategy setzt seine aggressive Bitcoin-Akkumulation unvermindert fort. Hinter dem jüngsten Milliardenkauf verbirgt sich allerdings eine bemerkenswerte strukturelle Anpassung. Um den gefallenen Aktienkurs nicht weiter zu belasten, ändert das Management nun die Art der Finanzierung grundlegend.
Vorzugsaktien statt Verwässerung
Für die jüngste Transaktion griff das Unternehmen erstmals primär auf seine ewigen Vorzugsaktien (STRC) zurück. Etwa 75 Prozent der benötigten Summe stammten aus dem Verkauf dieser Papiere. Der Verkauf regulärer Klasse-A-Aktien spielte nur eine untergeordnete Rolle. Dieser Schritt schützt die Altaktionäre vor einer weiteren Verwässerung ihrer Anteile. Die Dimensionen des jüngsten Zukaufs in der zwölften Woche in Folge verdeutlichen den Kapitalbedarf:
- Kaufvolumen: 22.337 Bitcoin
- Investitionssumme: 1,57 Milliarden US-Dollar
- Gesamtbestand: 761.068 Bitcoin
Die Notwendigkeit dieses Strategiewechsels spiegelt sich in der langfristigen Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Minus von gut 49 Prozent. Zwar erholte sich der Kurs in den vergangenen 30 Tagen um rund 17 Prozent auf einen gestrigen Schlusskurs von 130,60 Euro, der RSI-Wert von 75,6 signalisiert aktuell jedoch eine überkaufte Marktsituation.
Hohe Dividendenlast als Preis
Die Schonung des Stammkapitals bringt neue finanzielle Verpflichtungen mit sich. Die neu ausgegebenen Vorzugsaktien sind mit einer Dividendenrendite von 11,5 Prozent ausgestattet. Dadurch steigen die jährlichen Dividendenverpflichtungen des Konzerns um rund 135 Millionen US-Dollar auf insgesamt über eine Milliarde an. Zwar verfügt Strategy über Rücklagen von 2,25 Milliarden US-Dollar, um diese Zahlungen zu decken. Erste Belastungsspuren am Markt zeigen sich dennoch: Die STRC-Papiere notierten nach dem jüngsten Ex-Dividenden-Tag zeitweise unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar.
Der Weg zur Million
Das übergeordnete Ziel des Managements bleibt ambitioniert. Bis Ende 2026 könnte Strategy eine Million Bitcoin kontrollieren, was fast fünf Prozent der maximalen Umlaufmenge entspräche. Um dieses Niveau zu erreichen, müsste das Unternehmen in den verbleibenden Monaten des Jahres durchschnittlich über 6.100 Coins pro Woche erwerben. Ob das neue Finanzierungsmodell über Vorzugsaktien dieses Tempo dauerhaft tragen kann, hängt maßgeblich von der weiteren Preisentwicklung der Kryptowährung und der anhaltenden Nachfrage der Investoren nach den dividendenstarken STRC-Papieren ab.
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